iconkids & youth

Neue Erkenntnisse über den Kinder- und Jugendmarkt

Die geheimen Wünsche und wahren Bedürfnisse der Konsumenten von morgen – auch in diesem Jahr Leitthema des Kongresses des renommiertes Münchener Marktforschungsunternehmen iconkids & youth. Die wichtigsten Erkenntnisse über den Kinder- und Jugendmarkt, vorgestellt bei der Veranstaltung am 7. Mai:
  • Die Akzeleration, d.h. dass Kinder jugendliche Verhaltensweisen zeigen, beschleunigt sich: Schon 8-Jährige stehen auf Lady Gaga. High School Musical und Hannah Montana haben die Popmusik ins Kinderzimmer gebracht.
  • Parallel dazu nimmt die Überkommerzialisierung in den Kinderzimmern zu: Um Kinder aus ihren vier Wänden zu locken, benötigt es absolute Wow-Angebote.
  • Gleichzeitig bleiben Kinder aber Kinder und besitzen ausgeprägte Grundbedürfnisse. Das heißt: Wer Kinder überfordert, der scheitert.
  • Erfolg wird der haben, der seinen Angeboten einen coolen und jugendlichen Anstrich gibt, dennoch aber kindgerecht bleibt. Coole Promotion ja – aber sie muss immer noch zum Spielen taugen oder einen anderen Nutzen bringen.
  • Entsprechend spielen bei den Kindern bis 9 Jahre das Handy oder auch soziale Netzwerke immer noch eine untergeordnete Rolle: Sie bringen den Kindern, die in Deutschland eigentlich immer unter Kontrolle sind, zu wenig Nutzen.
  • Paradoxe Entwicklung: Das Denken des Marketings ist in erster Linie auf die Jungs ausgerichtet (schneller, weiter, lauter). In der Wirklichkeit haben sich in der letzen Zeit aber immer mehr Mädchen-Themen durchgesetzt: So sehen Mädchen mittlerweile mehr Fernsehen als Jungs, weil es mehr mädchengerechte Formate – wodurch die Jungs weg vom Fernsehen hin ins Internet getrieben werden. Sprich, es läuft etwas schief bei der Ansprache der Jungs!
  • Jugendliche leben im Zeitalter des multioptionalen Überflusses, der Qual der Wahl: von Marken und Produkten bis zu Berufsmöglichkeiten. Aber: Viele lernen immer besser, mit diesem Überfluss umzugehen. Sie verwenden Angebote situationsbezogen, gleichzeitig sind sie aber auf der Suche nach Orientierung und Verlässlichkeit. Daher reduzieren sie das Angebot radikal und verwenden relativ wenige Optionen. So nutzt ein durchschnittlicher Jugendlicher im Alter von 10-19 Jahren nur etwa 11 Websites – eine äußerst geringe Zahl, bedenkt man die Millionen Internet-Angebote. Der Kampf um jugendliche Zielgruppen ist daher ein Kampf um ihr ’Relevant Set’. Dazu müssen Unternehmen und Marken zum Partner der jungen Zielgruppe werden.
  • Das gelingt nur über Angebote, die überraschen, mitreißen, sich von anderen unterscheiden. Aber auch ehrlich sein und vor allem: einen echten Nutzen bieten. Marketing-Hülsen werden schnell durchschaut.
  • Für Food-Offerten gilt noch immer: Wenn das Essen nicht schmeckt, lecker aussieht und gut riecht, also polysensuelle Sinnesqualitäten bietet (und einfach zu essen ist), bringt alles Drumherum nichts.
    www.iconkids.com


stats