Starbucks D

Neue kosteneffizientere Strukturen

Joe Canterbury, seit 1. Januar 2009 Managing Director der Starbucks Coffee Deutschland GmbH, ist wieder nach Seattle zurückgekehrt (neue Aufgabe im internationalen Team: Future Growth Strategy).

Es gibt keine direkte Nachfolge in Essen, das 'Daily Operational Management' wird ab sofort direkt in der Europazentrale in Amsterdam verantwortet. Rossann Williams, Vice President of Operations Starbucks Coffee in Europa, Middle East und Afrika (EMEA), agiert formal als Managing Director von Starbucks Germany.

An der operativen Spitze in Essen steht Ross Shadix. Auch in den Disziplinen Partner/Human Resources, Marketing und Finanzen zeigt die neue Organisationsstruktur eine Entscheiderebene weniger, aus Kosteneffizienz-Gründen betreut das europäische Spitzenmanagement ab sofort den deutschen Markt mit. "Es geht darum, unsere gegebenen Ressourcen so effektiv wie möglich einzusetzen", so Hans van Bochove, Kommunikationsmanager Starbucks EMEA.

Das deutsche Geschäft, mit rund 140 Betrieben das größte auf dem europäischen Kontinent, erhalte allen erforderlichen Support aus Amsterdam, eine Feststellung, die insbesondere auch Buck Hendrix, Präsident Starbucks Coffee EMEA, unterstreicht.
Im nationalen Support-Center Essen verbleiben nach der Reorganisation 47 Stellen.


Dem Gerücht, dass das US-Unternehmen für Deutschland mittelfristig wieder einen Joint Venture-Partner (früher Karstadt) sucht, wird heftig widersprochen.


In der kompletten EMEA-Region werden allein Großbritannien und Deutschland in Starbucks-Eigenregie geführt. In allen anderen Ländermärkten hat die Coffeebar-Company starke Partner wie etwa das iberische Unternehmen Grupo Vips für Spanien, Frankreich und Portugal.


Die Großregion EMEA zählt aktuell 1.617 Stores, davon 144 in Deutschland (End Q3 FY 2008/09).


In Deutschland halten sich 2009 Neueröffnungen und Schließungen in etwa die Waage. Man trennt sich routinemäßig von Betrieben, die nicht die erforderlichen Zahlen bringen. Wichtiger sei jedoch der Blick auf Neueröffnungen wie etwa Mitte Juli in Hamburg auf der Mönckebergstraße, wo 1,2 Mio. € in ein wunderschönes Coffeehouse investiert wurden (vorher Burger King). Und demnächst folgen wichtige Neueröffnungen in Dresden und Offenbach.


Seit Anfang des Jahres wurden 25 Units 'refreshed', will heißen, optisch wieder richtig fit gemacht. Ziel ist es, alle existierenden Outlets zu verschönern, zu verbessern. Das immer im Rahmen der Möglichkeiten der Company, die, insbesondere in USA, seit knapp zwei Jahren einen schwierigen Turnaround-Prozess mit massivem Stellenabbau und einer großen Zahl Schließungen durchläuft. Im letzten Quartal (April, Mai, Juni) meldete der Konzern bei sinkendem Umsatz (5 % Minus in bestehenden Betrieben im Vergleich zu 8 % im Vorjahr) wieder einen Gewinn von gut 100 Mio. €.

Jüngste News im deutschen Markt: Ab sofort in allen Coffeehouses kostenloses W-Lan (eine Stunde). Im Herbst eröffnet in Weiterstadt ein „grünes“ Coffeehouse, welches gemäß ISO14001/DIN Standards gebaut wird. Darüber hinaus erhalten alle Coffee Houses ab 2010 eine LEED-Zertifizierung.


Im Food-Sortiment testet man in Köln und Hamburg aktuell sechs neue Produkte, beispielsweise Käsebrötchen mit Putensalami und Laugenstangen mit Schinken und Käse. Voll auf das deutsche Essverhalten zugeschnitten.


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