Greenpeace

Neuer Einkaufsratgeber für Fisch veröffentlicht

Makrele ist tabu - Karpfen und Afrikanischer Wels hingegen bekommen von Greenpeace grünes Licht in der neuen Ausgabe des Einkaufsratgebers für Speisefische. Die unabhängige Umweltschutzorganisation bewertet darin über 100 Arten hinsichtlich ihrer ökologischen Nachhaltigkeit.

„Aal, Dornhai und Rotbarsch haben auf unserem Teller nichts verloren", sagt Iris Menn, Meeresbiologin von Greenpeace. Neben dem Zustand der Fischbestände berücksichtigen die Umweltschützer auch die Umweltauswirkungen der Fangmethoden und das jeweilige Fischereimanagement. „Lachs, Schellfisch oder Dorade können wir zum Beispiel mit Einschränkungen empfehlen, sofern sie aus nachhaltiger Wildfischerei oder Aquakultur stammen", so Menn weiter. Ein Blick auf die Kennzeichnung des Fischprodukts liefere dem Verbraucher die notwendigen Angaben, die er dann mit dem Fischratgeber abgleichen kann.

Greenpeace gibt in der aktuellen Auflage auch neue Empfehlungen für nachhaltige Fischereien wie z. B. Sprotte aus der Ostsee, Hering aus der westlichen Ostsee oder Skipjack/Bonito aus dem Indischen Ozean mit Angelruten-Fischerei. Neu in die Bewertungen aufgenommen wurden in diesem Jahr unter anderem Barramundi, Goldmakrele, Argentinische und Peruanische Sardelle, Roter Schnapper und Jakobsmuschel.

Die Umweltschützer fordern vom Lebensmitteleinzelhandel und der Fischindustrie eine vollständige Kennzeichnung und transparente Rückverfolgbarkeit der Produkte. Letztere müsse sich vom Fang oder der Ernte bis hin über alle Verarbeitungsstufen erstrecken. Generell habe sich die Verbraucherinformation auf Fischprodukten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel in den letzten Jahren etwas verbessert. So erfährt der Käufer bei einigen Produkten über QR- oder Tracking-Codes mehr über die Lieferkette.

Der kostenlose Ratgeber kann telefonisch unter 040-30618120 bestellt oder auf www.greenpeace.de heruntergeladen werden.

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