Bavaristo

Neues Gastro-Projekt in den Startlöchern

Der offizielle Spatenstich ist getan: Im Gewerbegebiet der 21.000-Einwohner-Stadt Aichach entsteht das erste Bavaristo – Systemgastronomie mit bayerischem Lokalkolorit. Der Freestander soll im Oktober die ersten Gäste empfangen.  
 
„So schmeckt Bayern“, lautet der Slogan des neuen Gastro-Projekts namens Bavaristo (BAVArian plus RISTOrant), das im Oktober mit seinem ersten Betrieb in Aichach im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben an den Start gehen will. Hinter Bavaristo steht der Unternehmer Werner Schmid, dessen Metzgerei-Kette in der Region 18 Filialen zählt. Die Erfahrung aus dem mittelständischen Metzgereibetrieb gab schließlich auch den Ausschlag für das erste eigenständige Gastronomie-Projekt. „Die über Jahre positive Entwicklung im Imbiss-Bereich hat gezeigt, wo Potenzial zu heben ist“, erklärt Hermann Kapfer, Projektleiter der neu gegründeten Bavaristo Management GmbH. Zudem habe die Bäckerbranche bereits vorgemacht, dass sich Freestander-Projekte als äußerst erfolgreich erweisen könnten.
 
„Natürlich wird aus so einer Idee nicht von heute auf morgen Realität“, sagt Kapfer. In den vergangenen beiden Jahren sei man durch die Lande gereist und habe sich an die 200 Betriebe angeschaut, darunter auch die großen Vorreiter der deutschen System-Gastronomie wie Vapiano. Denn von Anfang stand fest: Bavaristo soll ein multiplizierbares Konzept werden. Das Ergebnis der gründlichen Wettbewerbsanalyse ist ein SB-Konzept mit 60 bis 70 typischen bayerischen Speisen, das zunächst ausschließlich für Freestander angedacht ist.
 
Der erste Standort in Aichach gibt die Richtung vor. An der B300 gelegen, im Dreieckswinkel zwischen A8 und A9 und im Einzugsgebiet eines Gewerbegebiets entspricht er der Bavaristo-Definition eines Top-Standorts. „25.000 Fahrzeuge bewegen sich täglich über die naheliegenden Autobahnen und die Bundesstraße, jeweils bis zu 2.000 frequentieren einen Baumarkt und die beiden Tankstellen, die nur einen Steinwurf entfernt sind“, zählt Kapfer auf. „Jede Menge potenzielle Kunden“. Eine eng definierte Zielgruppe gibt es für Bavaristo nicht. „Wir sehen uns als Ganztagesgastronomie: Um 9 Uhr kommt der Handwerker zum Frühstück, ab 18 Uhr die Familie zum Abendessen.
 
Entsprechend vielfältig ist auch das Speisenangebot: Verschiedene Frühstücke, ein umfangreiches Leberkäs-Sortiment, Schweine-, Kalbs- und Ochsenbraten, Süß- und Mehlspeisen, vegetarische Gerichte, kalte Brotzeiten, aber auch Klassiker wie verschiedene Schnitzel-Variationen, Currywurst, Pommes werden auf der Karte stehen. Daneben soll es Kuchen, Kaffeespezialitäten und Cocktails geben. Alles zum erstklassigen Preis-Leistungsverhältnis, so das Versprechen der Geschäftsführung. Auswahl haben die Gäste auch beim Ambiente. „Die Atmosphäre zählt für uns zu den Schlüsselfaktoren“, erklärt Projektleiter Kapfer. „Daher haben wir den Gastraum in unterschiedliche Wohlfühlzonen mit unterschiedlicher Einrichtung eingeteilt.“ Auf 800 qm Innenfläche wird es etwa 145 Sitzplätze geben, 120 weitere sind es im Außenbereich.
 
Ein entscheidendes Qualitätsargument für das neue Konzept könnte auch die regionale Zuliefer-Struktur sein. Die Fleisch- & Wurstwaren – auf einer gutbürgerlichen Karte ein durchaus gewichtiger Posten – kommen aus der eigenen Schlachtung der Metzgerei Schmid. Aber auch in anderen Bereichen soll regional eingekauft werden. „Trotz unserem Ansatz als System-Gastronomen wollen wir möglichst viele lokale Zulieferer an Bord holen“, sagt Kapfer. „Für den Kuchen bedeutet das beispielsweise, dass wir uns an die beste Konditorei im Ort wenden.“
 
Das Investitionsvolumen für den ersten Freestander liegt bei etwa 2,5 Mio. €. Zur Finanzierung wurde ein externer Investor gewonnen. Auf Aichach sollen drei bis vier weitere Filialen in Eigen-Regie folgen, für die zum Teil bereits Standorte gefunden wurden. „Wenn wir bewiesen haben, dass es klappt, suchen wir nach finanzstarken Franchisepartnern“, so Kapfer.

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