München

Neues Restaurant im Bayerischen Nationalmuseum

Noch firmiert das neue Prestigeobjekt des Münchner Gastro-Unternehmer-Gespannes Martin Kolonko und Hermann Zimmerer unter dem Arbeitstitel Restaurant Bayerisches Nationalmuseum. Doch bis zum geplanten Eröffnungstermin in der ersten Märzhälfte wird der Name feststehen. Der Neuling soll mit regionaler Haute Cuisine im Restaurant und Snacks sowie Tagesempfehlungen im Café daher kommen. Die im Erdgeschoss und Tiefparterre gelegene Location bietet im historischen Ambiente des 150 Jahre alten Bauwerkes insgesamt 230 qm Gastraum mit knapp 100 Plätzen plus weitere 70 auf einer üppigen Terrasse (260 qm).

 

Jedenfalls wird das im Westflügel in ehemaligen Ausstellungs- und Lagerräumen beheimatete Konzept nicht nur die Prinzregentenstraße bereichern, sondern auch das bis dato gastronomisch unberührte Museum noch attraktiver machen. Schon im Vorfeld freut sich Martin Kolonko über zwei klare Pluspunkte: Man ist dank Lage des Restaurants nicht an die Öffnungszeiten des Museums gebunden. Und es gibt ausreichend Parkplätze direkt vor der Tür.

 

Eine siebenstellige Summe investierten der Freistaat Bayern (zugleich Vermieter) und eine deutlich sechsstellige das Duo Zimmerer/Kolonko in den Umbau. „Dafür haben wir neueste energie- und ressourcensparende Technik eingebaut. Und ein  hochwertiges Raumdesign ungesetzt: mit tiefbrauner Lederverkleidung an den Wänden der beiden Rotunden, hochwertigen Designerstühlen, maßgeschneiderten Tischen plus einem ausgefeilten Lichtkonzept“, so Kolonko. Unbedingt vonnöten unter den schwierigen Voraussetzungen der Gewölbedecken. Der Clou ist jedoch eine XL-Tafel aus einem einzigen Stück Baumholz, die den Verbindungsweg zwischen den Rotunden ausfüllt. Wer hier sitzt, wählt nicht von der Speisekarte, sondern wird von den beiden Chefköchen individuell beraten und mit den Tagesempfehlungen verwöhnt.

 

Apropos Küchenleitung: Auch hier ist ein Zweierteam aktiv. Mit dem 26-jährigen André Wöhner und dem ein Jahr älteren Michael Emmerz  haben sich Zimmerer & Kolonko zwei Profis ins Boot geholt, die bereits Erfahrungen aus der Sternegastronomie mitbringen. Für die Köche eine Riesen-Chance: Zu viert hat man eine Betreibergesellschaft für das Museumsprojekt gegründet. Wöhner und Emmerz übernehmen die Rolle der Küchenchefs und Gastgeber, Zimmerer und Kolonko füllen den beratenden und Geldgeber-Part aus.

 

Das Preisniveau wollen die Konzeptväter bewusst nicht abgehoben gestalten: etwa 30 EUR pro 3-Gang- und rund 70 EUR fürs 5-Gang-Menü. „Allerdings wird die Preisgestaltung mittags und abends parallel zum Angebot differieren. Mittags die Pflicht, abends die Kür“,  erklärt Kolonko. ÖZ: Café 10-17 h, Restaurant 12-14.30 und 18-open end (warme Küche bis 22.30 h). Fürs erste Jahr beziffert er die Umsatzerwartung im kleinen einstelligen Mio.-Bereich. „Wir können noch überhaupt nicht einschätzen, wie der Veranstaltungsbereich sich entwickeln wird. Gegenwärtig gibt es bereits viele Anfragen – das Nationalmuseum gilt als begehrte Eventlocation. Doch haben wir nicht die Exklusivrechte fürs Catering.“

 

Gegenwärtig zählen zur ZKV Zimmerer Kolonko Verwaltungs GmbH neben dem Neuzugang fünf Konzepte (5 in München, 1 in China): Café Restaurant Forum, Wirtshaus zur Brez’n, Wirtshaus Zum Straubinger, Café Freiheit, Restaurant Qingdao in China (Gesellschaftsanteile). Das Museumsrestaurant M1 wurde im Dezember 2010 an die BMW AG verkauft.

 

www.cafe-freiheit.de
www.zumstraubinger.de

www.zurbrezn.de

www.forumcafe.de

 

 

 





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