Frankfurt

Neues Schmuckstück im Westhafen – Restaurant Druckwasserwerk

Alt das Gebäude, innovativ die Nutzung: Das Druckwasserwerk ist ein Industriedenkmal, 1899 im Frankfurter Westhafen in Betrieb genommen. Am 9. September geht im historischen Gemäuer das Restaurant Druckwasserwerk offiziell an den Start - vorerst nur abends. Betreiber ist Ulrich P. Mlcoch, bis 2003 langjähriger Patron des legendären Frankfurter Hauses in Neu-Isenburg, gemeinsam mit Jasmine Kosfeld.
Vorausgegangen sind zwei Jahre Renovierungsarbeit - das denkmalgeschützte Gebäude war zuletzt nur mehr ein Trümmerhaufen, so der Gastronom. Allein knapp 1 Mio. EUR beträgt das Investment auf Betreiberseite, dazu bauliche Investitionen des Eigentümers, ein Bauunternehmer aus dem benachbarten Bad Homburg, in ungenannter Höhe. Das Ergebnis ist zum Staunen schön: Der großzügige Gastraum mit knapp 13 m Höhe nimmt fast das gesamte Innere des Bauwerks ein. Drinnen ein originalgetreuer Fliesenboden, schlichtes dunkles Bistro-Mobiliar vor der Kulisse aus rohen Ziegelmauern. Ein ausgefallener, überdimensionaler kreisrunder Kronleuchter als Blickfang und an der Stirnseite des Raumes eine opulente, mit hinterleuchtetem Alabaster verkleidete Bar. Französische Bistro- und Brasseriekultur stand ganz klar Pate: Alles in allem eine stilsichere Allianz von Rustikal und Elegant, in der sich künftig bis zu 120 Gäste wohlfühlen können. Dazu lädt eine Empore mit 30 komfortablen Plätzen zum Absacker ein. 

Die Küche im Druckwasserwerk ist der deutschen Kochkultur verpflichtet - traditionell und kreativ,  regional inspiriert und „absolut frisch", so Mlcoch, mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und Wild aus heimischer Jagd. Das Repertoire reicht von Wildbratwürstl auf Sauerkraut mit Dijon-Senf und Steinofenbrot (8,50 EUR) bis zum Rinderfilet mit Pommes Frites, Gemüse und Sauce nach Wahl (25,90 EUR - das teuerste Fleischgericht). Auf der Getränkeseite ein bewusster Akzent auf Weine heimischer Herkunft in sehr akzeptabler Preisstellung. Unter dem Hauslabel: ein prächtiger Rotwein aus Umbrien. Auch ein Wasser wird unter dem Label Druckwasserwerk angeboten, den obligatorischen Apfelwein gibt es in eigens designten Gläsern und/oder dem ebenfalls speziell kreierten gläsernen Bembel.
25 Mitarbeiter (Köpfe) sind für die Startphase engagiert, davon 8 in der Küche. Die je nach Bedarf auch mal bis Mitternacht und später aktiv sein kann, bekräftigt der Betreiber. „Unkomplizierte Gastfreundschaft" soll hier gepflegt werden, sagt Mlcoch, der über Umsatzziele nicht gerne spricht: „eine Mischung aus liebenswürdiger Bodenständigkeit, kompromissloser Spitzenqualität und großstädtischem Flair." Schließlich warten in der Outdoorsaison künftig eine Terrasse sowie ein Sommergarten auf bis zu 250 Gäste. Sommerliches Highlight im Außenbereich soll ein Terrassenufer am Maingestade direkt vor den Türen des Restaurants werden: Liegestühle, Drinks vom Selfservice-Pavillon und Schmankerln für den kleinen Hunger.

www.restaurant-druckwasserwerk.de


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