Mövenpick Gruppe 2003

Niedrigere Umsätze und höhere Betriebsverluste

Der Schweizer Mövenpick-Konzern erzielte im letzten Geschäftsjahr einen konsolidierten Umsatz von 713,0 Mio. sfr und damit ein Minus von 3,4 %. Der operative Betriebsverlust stieg auf 18,8 Mio. sfr ('02: 17,2). Der Konzerngewinn von über 140,0 Mio. sfr stammt vor allem aus dem Verkauf des Eis-Geschäfts an Nestlé.

Seit 1992 wird das Schweizer Unternehmen von der deutschen Familie von Finck kontrolliert und demnächst in zwei Teile aufgespalten – Immobilien und nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte einerseits sowie das operative Geschäft mit Gastronomie, Hotellerie und Weinhandel andererseits. Egal, wie Mehrheitsgesellschafter und Management argumentieren, die Branche sieht darin eine weitere Demontierung dieser einst überragenden Hospitality-Größe.

So ist der konsolidierte Konzernumsatz seit 2000 von knapp 930,0 Mio. sfr um fast 24 % gefallen. Der Markenumsatz (inklusive Management- und Franchisebetriebe sowie Lizenzpartner) fiel seit 2000 von 1,663 Mrd. sfr um 31 %. Und: immer neue Konzepte bzw. Strategien, die - kaum begonnen zu realisieren - wieder revidiert werden. Etwa 30 % des Umsatzes stammen aus Deutschland, und da ist die Marke durch Betriebeabbau und schwacher Performance ganz besonders unter Druck.



Das Wichtigste zu den Bereichen:

  • Hotels & Resorts: 165,8 Mio. sfr Umsatz (-0,5 %). Uneinheitliche Entwicklung, Einbußen speziell bei Flughafen-Standorten. 0,8 Mio. sfr Betriebsergebnis (Vj.: 7,0).
  • Mövenpick Verkehrsgastronomie: Auf vergleichbarer Basis 1,4 % minus auf 215,9 Mio. sfr. Rückgang vor allem in der Schweiz. Der EBIT (= Betriebsergebnis) verschlechterte sich auch durch Wertverminderungen und Restrukturierungen auf –18,7 Mio. sfr ('02: -4,6).
  • Mövenpick Bediente Gastronomie: Bereinigt um Betriebsschließungen und Neueröffnungen ein Umsatzrückgang von 6,0 % auf 135,0 Mio. sfr. Und auch da, Wertverminderungen sowie hoher Restrukturierungsaufwand. Der EBIT-Verlust stieg auf –21,4 Mio. sfr ('02: -14,9).
  • Der vergleichbare Umsatz von Mövenpick Wein ging um 5,8 % auf 112,3 Mio. sfr zurück. Der operative Betriebsgewinn betrug 2,1 Mio. sfr (Vj.: 5,2).
  • Total: Nach größeren Devestitionen (wie Verkauf von Mövenpick Ice Cream) stieg der Konzerngewinn auf 143,7 Mio. sfr ('02: -45,5). Mövenpick verfügte Ende '03 über mehr als 200 Mio. sfr flüssige Mittel. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme belief sich auf 59,8 % (Vj.: 42,5 %).
CEO Jörg Asshauer peilt für 2004 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis an, nachdem die ersten zwei Monate beim Umsatz eine leichte Erholung brachten.

www.moevenpick.com



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