Buffalo Grill

Nur langsame Erholung nach BSE-Vorwürfen vom Dezember

Frankreich: Gut sechs Monate nach den spektakulären Justiz-Aktionen gegen das Buffalo Grill-Management im letzten Dezember (Verhaftung/Hausarrest) - und schweren Umsatzeinbrüchen in der Folge - zeigt sich das Geschäft der führenden französischen Steakhaus-Kette (Netto-Umsatz 2002: 374,4 Mio. Euro mit 260 Betrieben) noch immer lädiert. Die Frequenzeinbußen fallen zwar von Monat zu Monat niedriger aus, lagen aber noch im Mai bei -19 % zum Vorjahresmonat. Die Kette war beschuldigt worden, sie habe während des Importverbots britisches Rindfleisch importiert und verwendet und damit mögliche Erkrankung und Tod ihrer Gäste in Kauf genommen. Gleichzeitig wurde der Tod zweier junger Männer an der Creutzfeldt-Jacob-Krankheit mit dem wiederholten Besuch von Buffalo Grill-Restaurants in Zusammenhang gebracht. Das Unternehmen hat die Vorwürfe stets bestritten. Auch wenn die Manager längst wieder auf freiem Fuß sind und das zuständige Pariser Gericht inzwischen offiziell erklärt hat, dass zwischen Restaurantbesuch und BSE-Todesfällen kein kausaler Zusammenhang hergestellt werden könne - das Verfahren läuft weiter: Der Verdacht auf illegale Einfuhr und Verarbeitung von britischem Rindfleisch ist noch nicht aus der Welt.


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