Jugendschutz

Online-Training SchuJu mit großer Resonanz

Bereits 45.000 Beschäftigte in Handel, Gastronomie und Tankstellen haben das Online-Training der Schulungsinitiative Jugendschutz – kurz: SchuJu – absolviert und den anschließenden Test bestanden.

Mit dem Zertifikat können die Teilnehmer bei ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie die Grundzüge des Jugendschutzgesetzes in Bezug auf die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken kennen und anzuwenden wissen. Seit dem Start der Kampagne Ende 2007 haben sich knapp 55.000 Mitarbeiter und Auszubildende aus den drei Sektoren für das internetbasierte Jugendschutz-Training registriert. Jeden Monat nehmen im Schnitt ca. 2.500 Nutzer an der Online-Schulung teil und erlangen ein Zertifikat. Gerade an Arbeitsplätzen mit hoher Fluktuation sei es wichtig, dass vor allem auch neue Arbeitskräfte ab dem ersten Tag über die Richtlinien des Jugendschutzes aufgeklärt sind und wissen, wie sie sich in der Praxis verhalten sollen, betont BSI Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative SchuJu vom Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung des BSI (Bundesverband der deutschen Spirituosen-Industrie) sowie 12 Wirtschaftsverbänden und Kooperationspartnern, darunter der Dehoga, der Handelsverband Deutschland, der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen, der Zentralverband des Tankstellengewerbes und der Bundesverband Freier Tankstellen.

Die Initiative umfasst neben dem Online-Training auch Schulungs- und Informationsmaterial für Lehrkräfte und Service- bzw. Verkaufsmitarbeiter. Seit Anfang 2010 steht als weiteres Hilfsmittel eine ‚Altersdrehscheibe’ zur Verfügung, die es Mitarbeitern an der Kasse erleichtert, das richtige Geburtsdatum für die Kontrolle des Abgabealters für alkoholhaltige Getränke zu berechnen.

In Sachen Jugendschutz hat das land Baden-Württemberg soeben zu einer so restriktiven wie umstrittenen Maßnahme gegriffen: mit einem grundsätzlichen Verkaufsverbot von Alkohol für Tankstellen, Kioske und Supermärkte in der Zeit von 22 bis 5 Uhr – und zwar unabhängig vom Lebensalter des Kunden. Das Verbot trat Anfang März in Kraft und ist bisher bundesweit einzigartig.

www.schu-ju.de

www.spirituosen-verband.de

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