Heilbronn

Palmbräu-Barriquebier-Premiere im Food Court

200 Jahre Biergarten in Deutschland: Für den Heilbronner Food Court Biergarten der Anlass überhaupt, ein für Heilbronn einzigartiges Bier der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gemeinsam mit der Brauerei Palmbräu wurde ein halbes Jahr getestet und verprobt. Am kommenden Sonntag wird im Food Court ein süffiges, bernsteinfarbenes Landbier eingeführt. Mit dabei ist der Palmbräu Holzfass-Truck.

Zur Feier des Tages wird das Barriquebier von 11.30 bis 12.30 Uhr zum Sonderpreis von 2 EUR für die Halbe ausgeschenkt, nach der Einführung wird es 4 EUR kosten. „Bei dem Herstellungsaufwand müssten wir eigentlich 6 EUR je 0,5 l nehmen“, sagt Geschäftsführerin Nelly Roth.

Gebraut aus Kraichgau Korn und Tettnanger Aromahopfen, wird das Bier von der Palmbräu analog der Barriqueweinmethode im Brauereikeller im Eichenfass gelagert und danach auf das Edelstahlfass gezogen. „Wir sind der Biergarten mit dem größten Speisenangebot in Baden-Württemberg, haben seit diesem Jahr auch Barrique-Flaschenweine im Programm, da ist ein Feinschmeckerbier die ideale Ergänzung der reichhaltigen Bierpalette“, meint Thomas Aurich, der Inhaber des vielfach ausgezeichneten Food Courts Heilbronn.

Dass in diesem Jahr das 200. Biergarten-Jubiläum in Deutschland gefeiert wird, verdankt sich einem Erlass Ludwigs I. vom 4. Januar 1812. Per Dekret schuf der bayerische König erstmals eine gesetzliche Grundlage für die Biergartenbetriebe und gestattete den Brauereien offiziell, in ihren Kellergärten in den Sommermonaten selbst gebrautes Bier „in minuti zu verschleißen“, also auszuschenken. Gleichzeitig untersagte er aber den Verkauf von Speisen – zum Schutz der Gastwirte in den Städten. Aufgrund dieser Regelung dürfen Biergartenbesucher bis heute ihr eigenes Essen mitbringen.

Im Grunde allerdings reicht die 'inoffizielle' Biergarten-Historie noch länger zurück, nämlich bis ins frühe 16. Jahrhundert. Ausschlaggebend war abermals ein Erlass. Die Bayerische Brauordnung legte anno 1539 fest, dass zwischen Ende April und Ende September kein Bier mehr gebraut werden durfte – Hintergrund waren vor allem Brandschutzaspekte. Folglich wurde das Bier den Sommer über in großen Lagerkellern gebunkert, meist zwecks zusätzlicher Kühlung beschattet von Kastanien. Der Überlieferung nach haben sich in diesen Kellergärten die ersten Bierausschänke entwickelt.

www.food-court.de

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