München

Pilotprojekt „Bio für Kinder“ auf Erfolgskurs

Vor genau vier Jahren fiel in München der Startschuss für eine wegweisende Projektidee: Unter dem Motto „Bio für Kinder“ sollten Paten aus der Wirtschaft Münchner Schulen und Kitas bei der Umstellung auf 100 % Bio unterstützen. Die Initiatioren, die Landeshauptstand München sowie der Festivalbetreiber Tollwood, zogen jetzt eine positive Zwischenbilanz und wollen andere Kommunen von der Idee anstecken.
Denn was in München klappt, funktioniert auch anderswo. Die Initiative gibt deshalb mit dem neuen „Bio für Kinder-Aktionshandbuch“ allen Interessierten eine praktische Hilfestellung an die Hand, um Bio erfolgreich in Schulen und Kindergärten einzusetzen. Das Handbuch kann kostenlose bestellt werden unter: umwelt@tollwood.de oder biostadt.rgu@muenchen.de).

Die Halbzeitbilanz von „Bio für Kinder“ untermauert den Erfolg des Projektes: Rund 380.000 Mahlzeiten in Bio-Qualität wurden seither in 28 Kinderbetreuungseinrichtungen ausgegeben, die über 2.000 Kinder betreuen. 31 Münchner Unternehmen unterstützen als Paten die „Anschubfinanzierung“ der teilnehmenden Einrichtungen mit einer Gesamtfördersumme von aktuell 480.000 Euro.

Die Kostenentwicklung zeigt laut Initiatoren, dass Bio machbar und finanzierbar ist. Nach aktuellem Projektstand betragen die durchschnittlichen Mehrkosten der Bio-Verpflegung pro Kind und Hauptmahlzeit 24 Cent (13,3 Prozent) mehr im Vergleich zur konventionellen Verpflegung vor Projektstart. Die Einrichtungen liegen damit deutlich unter dem Maximalfördersatz von „einem Euro pro Hauptmahlzeit“. „In den zwei Jahren, in denen die Einrichtungen von den Paten unterstützt werden, haben nicht nur alle erfolgreich auf 100 Prozent Bio umgestellt, sie bleiben auch nach Ende der finanziellen Förderung dabei“, resümiert Stephanie Weigel, Leiterin der Umweltprojekte von Tollwood.

www.bio-fuer-kinder.de
www.muenchen.de/biostadt


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