Der Bäcker Eifler

Pilotstore mit Gastrofokus

Unter dem Namen ’Eifler’s Cappucino’ ist in Frankfurt ein neues Konzept des regionalen Bäckerfilialisten (48 Units) gestartet. Der Look: klassisch und edel. Die typischen Eifler-Hausfarben Gelb und Rot treten gar nicht in Erscheinung.
Anlass für die Neuorientierung gab der Standort: Die Frankfurter Fressgass mit ihrem zahlungskräftigen und anspruchsvollen Publikum verlangte nach einem hochwertigen Auftritt. Dieser wird bereits durch den goldenen Schriftzug auf schwarzem Grund angekündigt. Stuckdecken und schmucke Lampen zieren je 80qm Gastraum im Erdgeschoss und 1. Stock (inges. 80 Sitzplätze). Helle und dunkle Ledersessel bieten bequeme Sitzmöglichkeiten.

Bei sommerlichen Temperaturen genießen die Frankfurter – vom Handwerker bis zum Banker – Backwarensnacks sowie Kleinigkeiten von der separaten Speisekarte an den 12 Tischen vor der Bäckerei. Wohlgemerkt: Man sitzt auf schicken Flechtmöbeln. Zwei Couchecken bieten zusätzlich Gemütlichkeit unter freiem Himmel. „Wenn es draußen zu heiß wird, zieht es die Gäste allerdings schnell in unseren klimatisierten 1. Stock“, berichtet Geschäftsführer Gerhard Eifler.

Auch die Produktrange wurde dem Standort angepasst: „Wir haben das gastronomische Sortiment ausgebaut, bieten eine breitere Snack-Range mit zugleich hochwertigeren Belägen“, so Eifler. Hinzu kamen außerdem eine Frühstücks- und Mittagskarte sowie ein erweitertes Kaffeeangebot.

Für letzteres schulte ein Profibarista die Mitarbeiter, denn statt Vollautomaten (90 % der regulären Eifler-Filialen) werden in Eifler’s Cappuccino die koffeinhaltigen Heißgetränke mit einer Siebträgermaschine zubereitet. Bestseller ist der Cappuccino. Sowohl Getränke als auch Speisen holen sich die Gäste selbst an der Theke ab. „Nur so können wir weiterhin preiswert bleiben“, sagt Eifler.

Denn preislich gilt nach wie vor der Grundsatz: gut und günstig. Die Standardprodukte von Brot bis Plunder kosten bei Mitnahme genauso viel wie an anderen Standorten. Lediglich bei Vor-Ort-Verzehr müssen die Gäste 30-50 Cent drauflegen.

Dass sie das für den Komfort im Café durchaus gerne tun, beweist nach einem Monat Laufzeit der vergleichsweise geringe Mitnahmeanteil von 30-35 %. Angepeilt waren 50 %. In anderen Eifler-Betrieben liegt dieser bei 90-95 % (kleine Filalen mit Stehtischen) bzw. 60-70 % (Stores mit großem Café).

Stoßzeit ist in Eifler’s Cappuccino mittags ab 11 Uhr. „Zu diesem Zeitpunkt haben wir an hochfrequentierten Verkehrsstandorten wie der Konstablerwache bereits 50-60 % unseres Tagesumsatzes erwirtschaftet“, so Eifler.

Ob es weitere Outlets des neuen Konzeptes geben wird, steht noch nicht fest. „Wir schauen erst mal, wie dieser Betrieb langfristig läuft“, so Eifler. „Dann sehen wir weiter.“

http://www.der-baecker-eifler.de/


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