Öko-Studie in der GV

Preis bleibt Bremsfaktor

Auf acht Prozent Öko-Anteil am Gesamtlebensmitteleinsatz kommt die Gemeinschaftsverpflegung nach Ergebnissen eines Forschungsvorhabens an der Universität Hohenheim. In einem Drittel der befragten GV-Betriebe werden Öko-Produkte eingesetzt. Mit den Ergebnissen soll eine Stärkung und Förderung ökologischer Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) initiiert werden. Im Zeitraum von Juli 2002 bis Februar 2004 wurde an der Universität Hohenheim in Stuttgart ein Forschungsprojekt zum Thema „Der Einsatz von Öko-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV)“ durchgeführt. Dieses Projekt wurde vom BMVEL im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau gefördert. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • die Anteile an Öko-Produkten am Gesamtlebensmitteleinsatz liegen in der Gemeinschaftsverpflegung bei acht Prozent und in der Individualverpflegung bei fünf Prozent;
  • Öko-Produkte kommen in 31 Prozent der Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und in 21 Prozent der Gastronomiebetriebe zum Einsatz;
  • am häufigsten kommen in den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung Kartoffeln und die Frischeprodukte Eier, Gemüse und Obst zum Einsatz;
  • bei den Bezugsquellen ökologischer Produkte dominiert der konventionelle Großhandel, bei Frischeprodukten werden Direktvermarkter im starken Maße nachgefragt.
  • Die befragten Einrichtungen setzen Öko-Produkte vorrangig in Form von Komponenten ein.


Ein weiterer Befund ist aber auch, dass Öko-Produkte als zu teuer eingeschätzt werden, und das nicht nur von Einrichtungen und Betrieben, die bislang konventionelle Produkte einsetzen, sondern auch von Einrichtungen und Betrieben, die zertifizierte Öko-Produkte verarbeiten. Die Verfügbarkeit, aber auch die aufwendige Verarbeitung stellen Hemmnisse aus Sicht der Einrichtungen dar.



Weitere Informationen

Sollten Sie Fragen haben oder an weiteren Ergebnissen der Studie interessant sein, dann wenden Sie sich an: Dipl. Soz. Jana Rückert-John, Universität Hohenheim, Fachgebiet Land- und Agrarsoziologie, 70593 Stuttgart, Tel.: 0711-459-2655 oder E-Mail: Email
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