Frankfurt am Main

Privatisierung der Küchenbetriebe geplant

Die zur Zeit als Amt geführten Küchenbetriebe (Jahreszuschuss knapp 2,6 Mio. Euro) der Stadt Frankfurt am Main sollen zur Entlastung der Stadtkassen scheinbar künftig als GmbH geführt werden. Das vorgesehene Stammkapital liegt bei 25.000 Euro. Dies geht aus dem Entwurf einer Magistratsvorlage hervor, die es noch zu beschließen gilt. Weiter heißt es in dem Papier von Stadtrat Nikolaus Burggraf, das mit größeren Einsparungen erst zu rechnen sei, wenn die jetzige Zentralküche auf dem Gelände der Großmarkthalle geschlossen werde und entsprechende Kapazitäten bei Dritten zur Verfügung stünden. Die Großmarkthalle muss bis Ende des nächsten Jahres dem Neubau der Europäischen Zentralbank weichen. Aus Kostengründen wurden auch die Überlegungen, die kommunalen Küchenbetriebe mit der sanierungsbedürftigen Küche des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe Universität zusammen zu legen verworfen. Zwar steht eine klare Entscheidung noch immer aus, doch offensichtlich favorisiert die Stadt eine Abgabe an die Messe Frankfurt GmbH. Deren Tochtergesellschaft Accente Gastronomie Service GmbH ist als möglicher Käufer im Gespräch. Doch auch hier gibt es noch keine konkreten Pläne. Die Zukunft der 79 Mitarbeiter der Küchenbetriebe ist damit noch immer unklar, dank des städtischen Rationalisierungsschutzvertrag müssten sie jedoch bei einem Verkauf übernommen werden. Zur Zeit geben die kommunalen Küchenbetriebe rund 2,0 Millionen Essen pro Jahr ab, davon etwa 1,8 Millionen im Rahmen der Kinder- und Schulverpflegung.



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