Berliner Senat

Qualitätsstandards für Schulessen beschlossen

Jetzt ist es amtlich: Das von der Rot-Schwarzen Koalition in Berlin dieses Jahr auf den Weg gebrachte Gesetz zur Optimierung des Grundschulessens ist beschlossene Sache. Für die Mahlzeiten will das Land nun neun Millionen Euro mehr pro Jahr ausgeben.

Mit der erhöhten Beteiligung durch die Landeszuschüsse hat sich der Senat entschieden, der Anfang Februar 2013 von Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vorgelegten ersten Fassung zur Neuregelung des Grundschulessens, zuzustimmen.

Scheeres machte bereits bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs klar, dass Qualität künftig vor dem Preis im Mittelpunkt stehe. Aber auch die Eltern müssen sich mit einem deutlich erhöhten Beitrag beteiligen: Sie zahlen ab dem 1. Februar 2014 anstatt 23 Euro nun 37 Euro monatlich und übernehmen weiterhin 70 Prozent der Kosten. Ein Essen kostet dann 3,25 Euro – ein Plus von 1,25 Euro, von dem die Caterer alle Betriebskosten stemmen müssen.

Laut Senat soll eine zentrale Kontrollstelle regelmäßige Qualitätskontrollen durchführen, die das Schulessen stichprobenartig überprüfen. Hierfür werden voraussichtlich vier neue Arbeitsplätze mit Sitz in Berlin Pankow geschaffen. Außerdem sollen in den Schulen Mitgliederausschüsse unter Einbezug der Eltern gebildet werden, die mit dem neuen Gesetz somit eine aktivere Rolle bei der Auswahl des Caterers und der Qualitätssicherung des Mittagessens spielen. Die Votumsbildung zur Auswahl des Caterers erfolgt durch Probeverkostung an Referenzstandorten der Essensanbieter. Die Eltern sowie die anderen Beteiligten der Essensausschüsse erhalten in den kommenden Monaten Informationen sowie Fortbildungsangebote.

Weitere Informationen unter: www.berlin.de/landespressestelle/
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