aran/pano

Rechtsstreit beigelegt

Schlussstrich. Mit einem unwiderruflichen gerichtlichen Vergleich endete am 10. Oktober die Auseinandersetzung zwischen der Franchise-Kette aran Brotgenuss & Kaffeekult und neun abtrünnigen Franchisenehmern.

Der Konflikt begann bereits 2009 und mündete schließlich in diverse Klagen und Gegenklagen an mehreren Landgerichten. Die einen wähnten sich im Rahmen von Abnahmeverpflichtungen übervorteilt und erhoben Klagen auf Schadensersatz, scherten aus dem Franchiseverbund aus und wandelten ihre Betriebe im Sommer 2011 in die Kette pano – Brot & Kaffee (bzw. in zwei Fällen die Marke Anna) um.

Der Franchisegeber wiederum focht die ausgesprochenen außerordentlichen Kündigungen an, forderte die Zahlung entgangener Franchisegebühren bis zum Ende der regulären Verlaufszeit und machte Unterlassungsansprüche wegen Markenverstößen und wettbewerbswidrigen Verhaltens geltend. Im Raum standen wechselseitige Forderungen in sechsstelliger Höhe – denkbar hoch schlugen auch die emotionalen Wellen.

Vor dem Landgericht Traunstein verständigten sich die Parteien nun auf einen gerichtlichen Vergleich. In dessen Rahmen leisten die ehemaligen Franchisenehmer Nachzahlungen, die sich auf netto rd. 77.000 € summieren. Die erhobenen Ansprüche auf Schadensersatz gegen aran sind hinfällig. Die bestehenden pano-Filialen müssen andererseits nicht rückgebaut oder verändert werden.

Zugleich wurde vereinbart, sämtliche wechselseitig erhobenen Klagen für erledigt zu erklären und damit alle anhängigen Verfahren zu beenden.

Nach Auffassung des Landgerichts Traunstein hätte der Rechtsstreit sich ansonsten noch über etliche Jahre hingezogen. Was auf beiden Seiten viel Energie und auch Geld gekostet hätte - beides haben die Kontrahenten sich mit der gefundenen Lösung erspart.

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