Dänemark

Regierung plant 60 Prozent Bio in öffentlichen Küchen

In den Küchen dänischer Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser und Pflegeheimen sollen zukünftig 60 Prozent der Lebensmittel bei der Zubereitung der Mahlzeiten aus ökologischer Produktion kommen.
 
Dieses Ziel ist im Haushaltsgesetz der neuen Koalitionsregierung in Dänemark festgeschrieben und tritt im kommenden Jahr in Kraft. Rund eine halbe Million Essen werden täglich in öffentlichen Einrichtungen zubereitet.
„Mit einem stärkeren Einsatz von Lebensmitteln aus ökologischer Produktion in öffentlichen Küchen unterstützt die Regierung die Gesundheit ihrer Bürger, die ökologische Landwirtschaft und sichert gleichzeitig den Erhalt unser Natur und sauberes Trinkwasser“, sagt Paul Holmbeck, Direktor von Organic Denmark, dem Dachverband für ökologische Lebensmittel in Dänemark.

Die Umstellung der öffentlichen Küchen auf Bio-Lebensmittel werde eine deutliche Steigerung bei der Umstellung von Landwirtschaftsflächen von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft bringen. Derzeit werden 7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Dänemark ökologisch bewirtschaftet.

Die neuen Regelungen stellen auch die Küchen der öffentlichen Einrichtungen vor neue Anforderungen mit Blick auf Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel. Das Haushaltsgesetz sieht deshalb eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung der Küchen vor. „Die Erfahrungen zeigen aber, dass es nicht teurer sein muss, Bio-Lebensmittel statt konventioneller Lebensmittel einzusetzen. Weniger Abfall, ein stärkerer Einsatz von Lebensmitteln aus der Saison und mehr Gemüse statt Fleisch halten die Kosten neutral“, sagt Paul Holmbeck.

Bereits jetzt legen viele Kommunen großen Wert auf Bio-Lebensmittel in den öffentlichen Küchen. In den Kopenhagener Kindergärten zum Beispiel werden für die Mahlzeiten mindestens 75 Prozent ökologische Lebensmittel verarbeitet.

http://www.organicdenmark.dk/




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