Heberer

Restrukturierung zeigt Wirkung

Der Bäckerei-Filialist Heberer sieht sich nach einer Restrukturierungsphase wieder auf Wachstumskurs. Eine Unternehmensanleihe soll die nötigen Mittel für Investitionen und Schuldentilgung einbringen.

Nach der Aufgabe des Produktionsstandortes Hoyerswerda und knapp 40 weniger Bäckerei-Filialen hat das Unternehmen 2010 mit rund 0,5 Mio. € wieder einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz im 1. Halbjahr 2011 lag mit 56 Mio. € flächenbereinigt leicht über dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis verbesserte sich um rund 30 % auf 2,6 Mio. €.
Generalbevollmächtigter Dr. Kay Hafner erwartet für das Gesamtjahr wieder ein positives Ergebnis. Bis Ende 2011 sollen 350 Filialen betrieben werden. Vorrang habe, so die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter Alexander und Georg Heberer, qualitatives vor quantitativem Wachstum. Wohlgemerkt, sie haben erst kürzlich 16 ehemalige Kamps-Filialen von der Stuttgarter Lang-Gruppe übernommen.

Sehr spannend: Eine Anleihe von 12 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 7 % soll die dafür nötigen Mittel einbringen. Das Papier wird in Eigenvertrieb verkauft. Die Heberers wollen über ihre rund 50 Mio. Kundenkontakte mögliche Anleger ansprechen und bewerben die Anleihen in ihren Filialen. 2010 lagen die Bankverbindlichkeiten bei 18,4 Mio. € bei einem Eigenkapital von 10,4 Mio. €.

Ebenso spannend bei Heberer: Da wird ein neuer Vertriebstyp forciert. Er trägt den Namen ’Erster Wiener’ und versteht sich als Back-Manufaktur. Jede Menge Produktion vor Ort, höheres Qualitäts- und Preisniveau sowie immer stärkerer Foodservice-Anteil.
Das Foodservice-Gesamtvolumen der Filialkette betrug im letzten Jahr über 50 Mio. € bei 290 Einheiten mit Gastronomie.

www.heberer.de



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