Karstadt

Sanierungsplan kann starten

3 Häuser der insolventen Kaufhaus-Gruppe Karstadt sollen komplett schließen, in 7 Städten mit mehreren Filialen werden Geschäfte konzentriert - 1.200 Mitarbeiter sind von diesen Standortentscheidungen betroffen. Gläubiger, Vermieter und Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hoffen, die Erarbeitung des Sanierungskonzeptes und die Investorensuche bis Frühjahr 2010 abgeschlossen zu haben.
Damit fallen die Einschnitte glimpflicher aus, als noch im Oktober angekündigt. Damals war von sechs aufzugebenden und elf zu prüfenden Standorten die Rede. Damit könnte Karstadt mit bundesweit 120 Filialen (darunter 86 Waren-, 26 Sporthäuser und 8 Schnäppchencenter) und etwa 25.000 Mitarbeitern in eine neue Runde starten.
Von den Sanierungsplänen  nicht betroffen, sind die 14 Le-Buffet-Fresh-Flow Top Standorte der Karstadt/Le Buffet-Gastronomie. Die Le Buffet GmbH steuert aktuell neben den dann noch 14 eigenen Standorten weitere 73 Karstadt-Gastronomie-Betriebe (für insgesamt 5 Restaurants muss wegen Standortschließungen eine Lösung gefunden werden), und beschäftigt insgesamt rund 2.200 Mitarbeiter.

Die drei Städte, in denen Karstadt künftig nicht mehr präsent sein wird, sind Hanau, Ludwigsburg und Kaiserslautern. Geschäftsstraffungen wird es in folgenden Städten mit mehreren Filialen geben. Hamburg, Kiel, Hannover, Dortmund, Celle, Recklinghausen und München. Von den Sanierungs-Aktionen nicht betroffen und fester Bestandteil des Karstadt-Konzeptes bleiben die drei Premiumhäuser: Kadewe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München.

Mit Lieferanten, Dienstleistern und Arbeitnehmern wurden bereits in den vergangenen Wochen Sanierungsbeiträge vereinbart. Ein mit Verdi geschlossener Sanierungstarifvertrag über 3 Jahre soll zum Beispiel insgesamt rund 150 Mio. EUR Personalkosten einsparen. Die Regelung sieht vor, dass die Mitarbeiter bis August 2012 auf Urlaubsgeld, tarifliche Vorsorgeleistungen und Teile des Weihnachtsgeldes verzichten.

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