Ikea

Sattes Umsatzplus

Rund 100 Mio. EUR Foodservice-Umsatz erwirtschaftete Ikea Deutschland im Geschäftsjahr ’03 (1.09.02-31.08.03). Das sind satte 16 % Prozent mehr als im Vorjahr und knapp 4,5 % vom Gesamtumsatz, der in 2003 auf 2,25 Mrd. EUR kletterte (+ 5 % inkl. drei Neueröffnungen; -1 % auf gleicher Fläche). Nahezu ein Viertel, nämlich 23,1 %, des weltweiten F&B-Umsatzes von insgesamt 433 Mio. EUR, den die in 43 Ländern präsente Einrichtungskette 2003 für sich verbuchen konnte, wird somit in Deutschland gemacht. Das ist (wieder) mit Abstand Weltspitze im internationalen Vergleich; Platz zwei im Ikea-Foodservice-Ranking belegt Großbritannien mit 12 %, gefolgt von den USA (8,9 %). Aber auch außerhalb des Unternehmens macht der F&B-Umsatz von Ikea Deutschland eine gute Figur: Platz 15 im Ranking der deutschen Gastro-Schwergewichte. Gründe für den kulinarischen Erfolg seiner Möbelhäuser sieht Werner Weber, Geschäftsführer Ikea Deutschland, vor allem im attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis: „Schon morgens, kurz nach dem Öffnen, sind unsere Bistros gut besucht.“ Denn: „Wo bekommt man schon ein leckeres Frühstück für 1,50 EUR inklusive ansprechendem Ambiente?“ Außerdem: Viele Kunden schätzen die familienfreundliche, angenehme Atmosphäre und kindgerechte Einrichtung der Restaurants und Bistros, so Weber. Sich stets neu auf die Bedürfnisse seiner Kunden einzustellen, hält der Geschäftsführer für einen weiteren Erfolgsfaktor. Nicht nur günstig, sondern auch gesund speisen zu wollen, ist so ein Bedürfnis. Um dem gerecht zu werden, wurden im Geschäftsjahr ’03 ein monatlich wechselndes Bio-Gericht (Vor-, Haupt- und Nachspeise) sowie ein Bio-Kinderteller eingeführt. Insgesamt gingen bis zum 31. August ‘03 410.000 Gerichte mit Bio-Siegel über die Theke. Hergestellt werden sie von Sander Gourmet, Windsheim. Leitlinie für die Gemeinschaftsprodukte von Nahrungsmittelproduzent und Möbelkette: abwechslungsreich & saisonal geprägt soll es sein. Bio-Gerichte kosten (noch) durchschnittlich 25 bis 30 % mehr als konventionell Produziertes. „Wie in anderen Bereichen suchen wir jedoch auch bei den Bio-Gerichten nach Möglichkeiten, auf Dauer bessere Preise anzubieten“, formuliert Weber die weitere Marschrichtung. Der einfachste Weg, um das zu erreichen, liegt in der Menge: „Je mehr Kunden sich für die Bio-Linie entscheiden, desto größere Mengen können wir einkaufen, und umso günstiger natürlich die Preise.“ Alles in allem war der Foodservice-Bereich deutlich stärker frequentiert als im Vorjahr: In Zahlen ausgedrückt sind das 20 % mehr Gäste. Einen großen Anteil an diesem stolzen Plus hat vor allem die längere Öffnung am Samstag. Shoppen bis 20.00 Uhr hat sich inzwischen bei der Einrichtungskette bestens etabliert, insbesondere am Wochenende: 40 % des gesamten Tagesumsatzes am Samstag wird nachmittags ab vier gemacht. Ob die Liberalisierung der Öffnungszeiten mehr Kunden gebracht hat oder ob es sich schlichtweg um Verschiebungen von Besuch & Kauf handelt, gilt es noch zu ermitteln – spätestens zum nächsten Geschäftsjahr. Fest steht jedenfalls, dass der Gastro-Bereich auf alle Fälle dazu gewonnen hat.



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