Umfrage

Schüler warten vielfach lange auf ihr Essen

Die Organisation in der Schulmensa lässt zu wünschen übrig: Rund ein Viertel der Kinder wartet zwischen sechs und zehn Minuten in der Schlange auf die warme Mahlzeit. Weitere sechs Prozent stehen sogar noch länger ohne Essen da. Dies zeigt eine repräsentative Online-Umfrage des Instituts für Marktforschung Ears and Eyes im Auftrag der Initiative GeldKarte.

Befragt wurden 275 Schüler zwischen zehn und 19 Jahren sowie 100 Lehrer. Demnach erhält lediglich jeder vierte Schüler (22 Prozent) sein Mittagessen nach maximal drei Minuten. Verbesserungsbedarf besteht zudem bei den Essensbestellungen und dem Bezahlen an der Kasse.

Immerhin 63 Prozent der Kinder essen gerne gemeinsam mit Freunden zu Mittag. Doch was ihnen dort aufgetischt wird, entspricht oft nicht den Erwartungen. Rund jedem zweiten Schüler (55 Prozent) schmeckt das angebotene Essen nicht. Knapp ein Drittel (29 Prozent) würde öfter in die Mensa gehen, wenn das Angebot geschmacklich besser wäre. Unter den Schülern der 9. bis 13. Jahrgangsstufe ist sogar jeder Dritte dieser Meinung.

Auch die Lehrer sehen in den Mensen Raum für Verbesserungen. Über zwei Drittel von ihnen (68 Prozent) stufen die Essensqualität als mittelmäßig oder noch schlechter ein. Die Folge: 62 Prozent der Lehrer essen höchstens zweimal pro Woche in der Mensa. Rund ein Viertel besucht sogar nie das Schulrestaurant. Lediglich 12 Prozent der Schulen verwenden nach Möglichkeit regionale Produkte. Und nur jede zehnte Schule achtet auf den Einsatz von saisonalen Lebensmitteln.

Trotz allem sei die Mensa, so die Autoren der Studie, eine sehr wichtige Einrichtung, schließlich warte auf 43 Prozent des Nachwuchses zu Hause keine warme Mahlzeit. Alternativ wärmen sich die Kinder häufig vorbereitetes Essen auf (28 Prozent), greifen selbst zum Kochlöffel (21 Prozent) oder kaufen sich etwas auf dem Heimweg (15 Prozent). Die Mensa erfülle aber nicht nur die reine Ernährungsfunktion, sondern sei auch sozialer Knotenpunkt der Schule. Gerade für Schüler mit berufstätigen Eltern biete das Schulrestaurant oftmals eine Alternative, um nicht alleine zu Hause essen zu müssen.

Rund die Hälfte der Lehrer betont darüber hinaus, dass gemeinsames Essen den Zusammenhalt der Schüler stärke. Zudem sehen die Lehrer ein ausgewogenes Mittagessen (77 Prozent der Lehrer) sowie eine ausreichend lange Mittagspause (76 Prozent) als wichtigen Ausgleich zum Unterricht.

www.Initiative-GeldKarte.de



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