Adipositas-Prävention

Schulfach für gesundes Leben gefordert

Edmund Fröhlich, ehemaliger Geschäftsführer der Adipositas-Klinik in Bad Orb und Mitautor von „Generation Chips. Computer und Fastfood – was unsere Kinder in die Fettsucht treibt“ unterstützt die Forderung der Drogenbeauftragen der Bundesregierung Sabine Bätzing nach einem deutschlandweiten Schulunterricht für gesundes Leben. Prävention könne nicht früh genug beginnen. Zumal das therapeutische Angebot weder flächendeckend noch wohnortnah vorhanden und die Erfolge der stationären Therapie minimal seien. „Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, dass die stationäre Adipositas-Therapie nachhaltigen Erfolg hat“, gibt Fröhlich zu bedenken. Prävention müsse deshalb im Schulunterricht beginnen. Nur dort könnten alle Kinder erreicht werden, vor allem auch die besonders von Übergewicht betroffenen Kinder aus sozial schwachen Familien. Der ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendhilfe tätige Gesundheitsexperte Fröhlich empfiehlt eine spaßvolle und spielerische Gesundheitserziehung. „Kinder sollen früh lernen, sinnvoll einzukaufen, zu kochen und mit Freude gesundes und gutes zu essen.“ Fröhlich vermisst bislang in der Politik „eine umfassende und nachhaltige Strategie, um diese Epidemie des 21. Jahrhunderts in den Griff zu bekommen“. Sein Fazit: „Bildung, Aufklärung und Information sind die beste Prävention“. Mit seinem Internetportal www.fatwach.de will er Kinder und Jugendliche dort abholen, wo sie sich viele häufig aufhalten: am Computer. www.fatwatch.de Redaktion gv-praxis / si Adipositas, Gesundheitserziehung, Edmund Fröhlich, Sabine Bätzing


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