2001

Schweizer Außer-Haus-Konsum 2,9 % im Plus

Die SchweizerInnen sind 2001 wieder häufiger auswärts essen gegangen, haben allerdings durchschnittlich etwas weniger ausgegeben. Das zeigt die Marktanalyse 2001 von GastroSuisse (Verband für Hotellerie und Restauration). Die Gesamtausgaben für den Außer-Haus-Konsum sind um erfreuliche 2,9 % angestiegen. Überdurchschnittliches Plus bei ausländischer und Schnellgastronomie.



In der Schweiz existiert ein großes Angebot. Dafür sorgen über 30.000 Gastbetriebe verschiedenster Prägung: von urchigen Dorfbeizen, Quartier- und Stadtrestaurants über Trendlokale mit fremdländischer und exotischer Küche, stattlichen Landgasthöfen, einfachen und gemütlichen Hotels bis hin zu Toprestaurants und Luxushotels. Gemäss den neuesten Erhebungen beliefen sich die Gesamtausgaben der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz für den Außer-Haus-Konsum im vergangenen Jahr auf rund 16,3 Milliarden Franken. Davon entfielen 9.269 Milliarden Franken (56.9 %) auf das Essen und 7.033 Milliarden Franken (43,1 %) auf das Trinken. Der Anstieg zum Vorjahr beträgt 2,9 %. Sowohl die Ausgaben für das Essen (+ 3,6 %) als auch jene für das Trinken (+ 2.1 %) stiegen an.



Gut 60 % der Ausgaben fließen in die klassische, bedienende Fullservice-Gastronomie (traditionelle und ausländische Anbieter). In der Schnellverpflegung werden knapp 2,2 Milliarden Franken sowie in der Betriebs- und Gemeinschaftsverpflegung gut 1,3 Milliarden Franken umgesetzt.

Im Durchschnitt kleinere Ausgaben: Der nationale Durchschnittsbon beläuft sich auf Fr. 13.05 und ist damit gegenüber der Vorjahreserhebung um 4,6 % gefallen (mehr Jugendliche, diese Altersgruppe gibt erfahrungsgemäss pro Mahlzeit weniger aus als ältere Konsumenten).



Das Alter spielt eine wichtige Rolle: Das Alter hat großen Einfluss auf das Konsumverhalten. So konsumierten die Jüngsten mit großem Abstand am meisten Süssgetränke (Anteil: 51,1 %) und Eistee (Anteil: 21,6 %). Unter einem halben Prozent liegt für diese Alterskategorie erfreulicherweise der Anteil aller alkoholhaltigen Getränke: Beim Bier beläuft er sich auf 0,2 %, beim Wein und beim Champagner ist er so klein, dass der statistische Wert 0,0 % beträgt.

Die ältesten Konsumenten trinken am meisten Kaffee, Tee und Milchgetränke (Anteil: 43,4 %). Auf die alkoholhaltigen Getränke Wein und Bier entfallen in dieser Alterskategorie 25,3 % respektive 10,2 %. Männer geben 11 % mehr aus: Das Konsumverhalten der Männer unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht stark von demjenigen der Frauen. Der Anteil der Männer an den Gesamtausgaben für den Außer-Haus-Konsum beim Essen beläuft sich auf 57,7 %, derjenige der Frauen dementsprechend auf 42,3 %.

Der Mann kehrt vergleichsweise häufiger in der traditionellen Gastronomie ein und konsumiert dabei mehr Fleisch und Beilagen, also das ,,Menü". Die Frau bevorzugt dagegen kleine Snacks oder dann die ausländische und dabei vor allem die asiatische Küche. Fast Food zu Wochenbeginn: Im Wochenverlauf schwanken die Anteile der verschiedenen Angebotsformen verhältnismäßig stark.



Auch die durchschnittlichen Konsumationsausgaben schwanken stark im Verlauf der Woche: Gibt sich der Gast am Montag mit einer Konsumation für Franken 10,76 zufrieden, so ist er am Samstag bereit, dafür Franken 18,41 auszugeben.

(Gesamtheit aller Resultate im "Branchenspiegel 2002" GastroSuisse

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