Finca & Bar Celona

Senkrechtstart in Essen

Essen-Bergerhausen, Westfalenstraße: Schauplatz eines furiosen Senkrechtstarts für Finca & Bar Celona – die ländliche Version von Café & Bar Celona. Das Freestander-Konzept, hier nach Nürnberg zum zweiten Mal umgesetzt, ging am 30. Juni an den Start. Soft Opening? Von wegen: Am Eröffnungstag lagen abends 5.700 € in der Kasse, tags darauf dann schon fünfstellige Umsätze. Aus dem Stand in die Vollen: Herausforderung für jedes Team – und für die Macher Sorgen der luxuriösen Art. Verstärkung aus der ganzen Republik rankarren, Speisekarte augenblicklich runterfahren... „Bisheriger Tagesrekord waren knappe 20.000 €“, berichtete Irmin Burdekat, gemeinsam mit Johannes Hoyer sowie den Vor-Ort-Partnern Alex Brambrink und Siegfried Schwede Herr im Landhaus, vergangene Woche anlässlich der offiziellen Eröffnung. Der Standort: 5.000 qm Fläche direkt an der Ruhr. Gleich um die Ecke eine vielbefahrene Bundesstraße. Gleich hinterm Haus ein vielbefahrener Fahrrad-Wanderweg. Freier Blick auf die Uferböschung, Ferienstimmung im Grünen, nur wenige Fahrminuten von der City. Zur Traum-Lage gesellt sich ein Traum-Outfit: Anders als beim Erstling baute man hier nach eigenen Vorstellungen komplett neu. Gesamtinvestition inklusive Grundstück: 3,5 Mio. €. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Rd. 400 Innenplätze auf zwei Ebenen – operativ anspruchsvoll, trotz Handhelds! - und alles in allem gut 500 draußen, davon entfällt der Löwenanteil auf Terrasse und Biergarten (wahlweise Bedienung oder Selbstbedienung bei Getränken). Weitere Außenplätze offeriert eine Lounge-Terrasse im Obergeschoss. Die Atmosphäre drinnen: luftig und licht mit mediterraner Tönung, ein wohltuendes Wechselspiel großzügiger Perspektiven und unterschiedlicher Sitzzonen. Steh- und ¾-Tische, Long Tables und Loungemöbel bunt gemischt. Oben und unten eng zusammengerückt – unter der geräumigen Empore wurde die Deckenhöhe ganz bewusst niedrig gehalten, um nicht zuviel Distanz aufkommen zu lassen. Erdfarben geben den Ton an, die Materialwahl fügt sich ein. Viel Holz, weitgehend unbehandelt. Ein Hingucker: Leuchtkörper aus Alabaster. Finca-Feeling vom feinsten eben, hochwertig in der Ausstrahlung - gerade noch lässig genug, um keine Hemmschwellen aufkommen zu lassen. Aus der offenen Küche kommen unkomplizierte Gerichte wie Pizza, Salate oder Pasta, diverse Spieße, Gemüsepfanne, Schnitzel grande oder Wings in allerlei Variationen. Dazu Tapas en Masse und jede Menge Dips – sowie ein umfangreiches Frühstücksangebot. Das Finca-Brot wird vor Ort gebacken, Beilagen-Renner sind Pommes Frites. Das behagt Ausflüglern wie Anzugträgern jeden Alters, jungen Cliquen wie Familien mit Kindern – der Nachwuchs hat die Wahl: Spielplatz im Freien oder Spielecke im Haus. Speziell mit Blick auf ältere Zielgruppen übrigens (Kaffeetrinker, Kuchenesser!) fährt man ganz ungeniert eine Doppelstrategie in Sachen Branding. Hie Finca & Bar Celona, dort Café & Bar Celona Finca: Die Verständlichkeit der Botschaft zählt höher als markentechnische Theorien. Die Umsatzprognose fürs erste Jahr? Laut Irmin Burdekat 2,5 Mio. € . Der erste Monat dürfte allein 400.000 € bringen - der Break Even übrigens liegt bei knapp 2 Mio. €. Derzeit rund 120 Mitarbeiter sind von morgens 9 bis 1 Uhr, am Wochenende 2 Uhr nachts im Einsatz. Einzige Schwäche des Standorts: Die Parkplatzfläche ist begrenzt. Doch die Option auf das Nachbargrundstück ist bereits gesichert – dort soll, so die Planung, dann auch ein kleines Hotel entstehen. Schließlich verfügt der Betrieb auch über zwei Veranstaltungsräume – ein Test. Derweil ist Finca Nummer 3 bereits in Arbeit: dann in Oldenburg, im nächsten Frühjahr soll es soweit sein. Wieder ein Neubau, und weitgehend nach dem Essener Vorbild. Doch kein simples Duplikat, betont das Unternehmer-Duo Hoyer/Burdekat, erklärtermaßen nur vorübergehend ins aktive Management ihrer Company zurückgekehrt: Jede künftige Finca soll einen individuellen Anstrich haben. www.finca-bar-celona.de


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