Diageo

Spirituosen profitabel - Ergebniseinbruch bei Burger King

Im 2. Halbjahr 01 erzielte der britische Diageo-Konzern bei 5 % Umsatzrückgang (auf 6,478 Mrd. Pfund) zum Vorjahreszeitraum kräftige Zuwächse im Bereich Premium-Spirituosen. Hier konnten die Nettoumsätze um 11 % verbessert werden, das operative Ergebnis stieg um 16 % auf 967 Mio. Pfund. Wachstumsmotor waren die sog. Global Priority Brands (u.a. Johnnie Walker, Guinness, Smirnoff, J&B, Baileys) mit 15 % Umsatzplus. Insgesamt meldet Diageo ein Profit-Plus von 3 % auf 1,228 Mrd. Pfund.

Dagegen musste Diageos Foodservice-Tochter Burger King einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 29 % auf 79 Mio. Pfund hinnehmen. Die Fast Food-Marke verbuchte auf bestehenden Flächen weltweit ein leichtes Umsatzplus von 0,4 % (Nordamerika +1 %). Die Zahl der Betriebe stieg im Berichtszeitraum weltweit nur um 65 auf insgesamt 11.437 Euro gegenüber plus 184 im 2. Hj. 2000.

Diageo führt den Ergebniseinbruch bei Burger King auf qualitätsbezogene Maßnahmen im Vorfeld des geplanten Verkaufs zurück - man hat ins Marketing und in neue Produkte investiert und in USA eine erhebliche Zahl von Outlets geschlossen. Nach wie vor ist ein Management-Buy-out im Gespräch, obgleich Diageo-Chef Paul Walsh auch einen Börsengang nicht ausschließt. Mit der beabsichtigten Veräußerung der Fast Food-Kette setzt der weltweit führende Spirituosenhersteller weiter auf Stärkung des Kerngeschäftes - nach der Trennung von Pillsbury im vergangenen Jahr und dem Erwerb von Seagram sowie der Vertriebsrechte für Cuervo.
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