Berlin

Starköche-Duell am Ende?

Witzigmanns Palazzo steht vor dem Aus – Wodarz gestärkt. So steht's heute in der Berliner Zeitung. Der Zweikampf sei entschieden, Wodarz habe gewonnen. "Wenn ich gewusst hätte, was mich hier erwartet, wäre ich nicht nach Berlin gekommen", so Matthias Hoffmann, der Produzent von Witzigmanns Palazzo. Parallel zu den bereits bestehenden Filialen in Düsseldorf, Frankfurt und München hatte Hoffmann im Oktober in Berlin ein Zelt eröffnet. Ausgerechnet die Comedy-Figur 'Berliner Göre' fiel von Anfang an durch. Eigentlich war geplant, bis Februar zu bleiben, jetzt habe Hoffmann, so heißt es, sogar Schwierigkeiten, sein Zelt im Januar ausverkauft zu bekommen. Gestoppt wurde der Kartenverkauf vom 25.01. bis 15.02.'04. Schuld habe die Schnäppchenmentalität der Hauptstädter.


Der Erfolg von Hans-Peter Wodarz und Pomp Duck and Circumstance steht damit noch größer da. Wodarz kam nicht in die Stadt, um schnell Umsatz zu machen, sondern sich zu einer Institution zu entwickeln. Verlängerungen seit dem Beginn seines Gastspiels im August 2001 reichen jetzt schon bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006. Vorteil: Die Investitionen müssen nicht wieder so schnell eingespielt werden. Von der Ausstattung des Zelts bis zu den Kostümen der Artisten kann Wodarz mehr Geld ausgeben als Hoffmann/Witzigmann.


Witzigmann versus Wodarz, Palazzo gegen Pomp Duck, Starkoch gegen innovativen Kopf, Meister gegen Schüler, Kopie gegen Original. Sogar vom Duell der Köche war die Rede, als Eckart Witzigmann im Oktober den Palazzo eröffnete, als direkte Konkurrenz zur Erlebnisgastronomie des Pomp Duck and Circumstance-Erfinders Hans-Peter Wodarz am Gleisdreieck. Doch der Zweikampf war schnell entschieden – Eckart Witzigmann, der für das Restaurant-Theater Palazzo am Leipziger Platz seinen Michellin-Stern-geschmückten Namen gegeben hat, ist wieder auf dem Absprung. Wodarz hat gewonnen und bleibt weiter in der Hauptstadt.


www.pompduck.de
www.witzigmann-palazzo.de

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