Event-Agenturen

Steigende Kosten, fallende Margen

Die Branche ist im Umbruch. Zwar wachsen die Honorarumsätze noch, doch drücken steigende Kosten stark auf die Margen. Bestehende Kunden kürzen häufig die Budgets, der Umsatzausfall muss durch aufwendige Akquise neuer Kunden ausgeglichen werden. Nicht selten werden bereits geplante Events abgesagt. Kleinere Anbieter sind im vergangenen Jahr reihenweise vom Markt verschwunden. "Die Branche steckt in einer Konsolidierungsphase", sagt Vok Dams, Gründer der gleichnamigen Agenturgruppe und Präsident des Branchenverbandes Forum Marketing-Eventagenturen (FME). Sein Unternehmen hat mit knapp 20 Mio. Euro Honorarumsatz im letzten Geschäftsjahr die Nummer 1-Position unter den Event-Agenturen in Deutschland. Es folgen MKG Network und Avantgarde, München.
Zu Vok Dams zählen Kunden wie Volkswagen, Coca-Cola und T-Mobil, man erzielte im letzten Jahr einen Rekordumsatz. Viel kam aus Neugeschäft. Neu unter anderem: BMW, Kenwood, Siemens und Vaillant. Die Agentur gibt sich optimistisch für 2003 und setzt auf ein Umsatzplus von 12 %. Trends: Die Unternehmen legen wachsenden Wert auf Events, welche nachweislich ein messbares Ergebnis bringen. Außerdem werden Events stärker als früher in die Kommunikationsstrategie eingebunden. "Statt auf Entertainment und Erlebnis schauen die Unternehmen immer mehr auf das Ergebnis", so Dams. Trotzdem, gemessen an vielen anderen Branchen sehen die Zahlen der Event-Profis recht gut aus. Immerhin um durchschnittlich 9 % legten die im FME organisierten Anbieter im vergangenen Jahr an Umsatz zu. Die 53 Mitglieder erwirtschafteten 2002 Honorarumsätze von 262,6 Mio. Euro. Fürs laufende Jahr erwartet man rund 275 Mio. Euro.




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