Lafer-Modellmensa

Sternekoch erhält höhere Zuschüsse vom Kreis

In Johann Lafers Vorzeige-Schulmensa im Bad Kreuznacher Gymnasium Römerkastell steigen die Preise für ein Schulessen um 20 Cent auf jetzt 4,20 Euro. Für die Eltern erhöht sich der Beitrag lediglich um 10 Cent auf 3,10 Euro. Die Differenz trägt der Kreis. Darauf einigten sich der Landkreis Bad Kreuznach und Sternekoch Johann Lafer wie die „Allgemeine Zeitung (AZ)“ berichtet.

 

Lafer hatte vor Ferienbeginn eingeräumt, dass zum Essenspreis von 4 Euro der bisherige Qualitätsanspruch auf Dauer nicht gehalten werden könne. Vielmehr sei ein Bruttopreis von 5,50 Euro notwendig. Der jetzt gefundene Kompromiss bringt Ruhe in die Diskussionen um die Modellmensa. Dabei wolle auch Lafer prüfen, wo noch Einsparpotenziale seien. So hofft man, u. a. die Kosten pro Essen durch die gestiegene Schülerzahl in diesem Schuljahr senken zu können.

 

Rechnungsprüfer Rolf Ebbeke gab indes gegenüber der AZ zu bedenken, dass die Preise längst nicht alle Kosten beinhalten. Beispielsweise müssten auch die Folgekosten für den 4,2 Mio. Euro teuren Bau der Mensa mit einkalkuliert werden. Eine Mahlzeit würde dann sogar 9,38 Euro kosten. Im Klartext: Der Kreis schießt nach dieser Rechnung zurzeit 6,28 Euro für jedes Essen zu. Trotz aller Diskussionen geht es mit Lafer weiter. Nach dem Willen von Landrat Franz-Josef Diel soll das Projekt noch drei Jahre laufen. Zuletzt haben täglich zwischen 300 und 500 Schüler in der Mensa gegessen. Derweil soll es aus Deutschland und dem europäischen Ausland Lizenzanfragen für das Lafer-Konzept geben.



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