Wiesn 2004

Stimmungshoch, aber Bier-Minus

Das Oktoberfest 2004 wurde im Schlussbericht als 'normale' Wiesn definiert. Rund 5,9 Mio. Besucher kamen nach Schätzung der Festleitung auf die Münchner Theresienwiese. Im Vorjahr waren’s 6,3 Mio. Stärkste Tage: der mittlere und letzte Samstag. Mit rund 5,5 Mio. Maß Bier tranken die Wiesn-Gänger rund 10 % weniger als im Vorjahr (6,1). Deftiges Essen war in, vor allem die klassischen bayrischen Spezialitäten wurden gut verkauft. Unter anderem 89 Ochsen (2003: 91). Bei insgesamt 15 zertifizierten Betrieben gab’s Bio-Schmankerl bzw. ein Bio-Wiesn-Menü. Der Renner: saftige Bio-Hendl. Unisono meldeten die großen und kleinen Wirte wie auch die Standleute 10 % weniger Umsatz beim Verzehr - wetterbedingt. So viel zu München und dem größten Volksfest der Welt. Apropos Welt: Auf dem ganzen Globus machen sich mittlerweile Festwirte und Event-Manager das erfolgreiche XXL-Party-Konzept aus Bayern zunutze. Selbst in Korea heißt es jährlich "Oans zwoa gsuffa". In den USA wird - typisch amerikanisch - sogar eine 'Miss Oktoberfest' gekürt. Das Münchner Fremdenverkehrsamt schätzt, dass jährlich in über 100 Ländern diese Art deutscher Gemütlichkeit zelebriert wird. Und auch in Frankfurt am Main hat sich am 18. September das Oktoberfest wieder als wahrer Renner erwiesen. Rund 400 Gäste feierten auf der Dippemess, dem zweimal jährlich stattfindenden Volksfest in der Main-Metropole, bei Blasmusik, Maß und Hendl. In der 'Frankfurter Scheune' von Festwirt Eddy Hausmann kam an diesem Abend nur rein, wer im Dirndl oder Janker erschien. Eintritt 25 Euro - inbegriffen 15 Euro Verzehr und Sitzplatzreservierung. Über die Theke gingen 1.200 Maß Bier zu 6 Euro, will heißen: etwas preiswerter als in München, wo der Schnitt bei rund 7 Euro lag. Stichwort Dirndl: Wie im Vorjahr war auch heuer auf der Münchner Wiesn Trachtenlook total in. www.oktoberfest.de

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