Ziehenschule Frankfurt

Streit um Mensa-Bewirtschaftung

Dem Streit um die Bewirtschaftung der Mensa fiel die Eröffnungsfeier für den Neubau der Frankfurter Ziehenschule zum Opfer. Die Schulgemeinde will mit den bisherigen Betreibern weitermachen, die Stadt Frankfurt setzt auf Apetito und den ASB.
In dem Erweiterungsbau, für den die Kommune als Bauherr rund 8,9 Mio. Euro investiert, ist auch eine neue Mensa untergebracht. Um deren Bewirtschaftung ist zwischen Stadt auf der einen Seite und Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerkollegium auf der anderen Seite ein heftiger Streit entbrannt. Während sich die Schulgemeinde mit mehr als 1.000 Unterschriften für den bisherigen Kantinenbetreiber "Internationale Schulkantine" ausgesprochen hat, erhielt der ASB Hessen Service GmbH nach einer öffentlichen Auschreibung von der Stadt Frankfurt den Zuschlag für das Catering der neuen Mensa. ASB Hessen Service, eine 100-prozentige Tochter des ASB Landesverbandes Hessen kooperiert dabei mit Apetito.

In einem offenen Brief fordern Schulelternbeirat und Schülervertretung die Stadt Frankfurt auf, die getroffene Entscheidung zu revidieren: "Das Team der Internationalen Schulkantine hat in den vergangenen Jahren unter widrigen Bedingungen ein schmackhaftes sowie hochwertiges Essen angeboten und zunehmend mehr Schülerinnen und Schüler zum Mittagessen in der Schule bewegen können."  

Beim Bildungsdezernat der Stadt hatte der Unmut zwischenzeitlich Gehör gefunden. "Anscheinend war die bisherige Pächterin und ihr Team in der Ziehenschule sehr beliebt", stellt Martin Müller-Bialon, Referent der Bildungsdezernentin Jutta Ebeling (Die Grünen) gegenüber der "Frankfurter Neuen Presse" fest. Der Start der Mensabewirtschaftung durch ASB wurde nun auf Januar 2012 verschoben. Nach den anberaumten Gesprächen zwischen Stadtschulamt, ASB und Vertretern der Schule bleibt es laut Schulleiter Manfred Eichenauer bei der Belieferung durch den ASB. Ziel ist es, die Zahl der täglichen Essen von drzeit 150 auf 350 bis 400 zu erhöhen.




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