Kempten

Studenten präsentieren Konzepte für ehemaliges Weinhaus Schnitzer

Im Rahmen des Studienfachs Gastronomie-Management unternahmen die Tourismus-Studenten des 5. bis 8. Semesters der Hochschule Kempten im April eine Exkursion zum ehemaligen Weinhaus Grüner Baum am Rathausplatz, in der die Kaffeemanufaktur Weber diesen Monat ihre Räume eröffnete. Im Rahmen ihrer Semesterarbeit erarbeiteten die Studenten in vier konkurrierenden Projektteams ihr Konzept für eine optimale gastronomische Nutzung der ehemaligen Räume des Weinhauses Schnitzer der Familie Bretag. Ziel war es, nach Auskunft ihres Lehrbeauftragten, dem Gastronomieberater Arne Kubecka, ein für Kempten neuartiges Angebot zu entwickeln.
Die Aufgabenstellung: das Konzept soll das Angebot der Kaffeemanufaktur ergänzen und dennoch so eigenständig und interessant sein, dass die Passantenströme der westlich gelegenen Einkaufsstraßen in den östlichen Teil des Rathausplatzes gezogen werden. Zwei Monate arbeiteten die 28 Studentinnen und Studenten an ihren Konzepten. Letzten Mittwoch war es soweit: 4 Stunden lang präsentierten sie ihre Arbeiten ihrem Dozenten Arne Kubecka und dem Geschäftsführer der Kaffeemanufaktur Weber, Karl Strobl.

Die Vorschläge:
Feinerlei - Die Genussmanufaktur
In der Atmosphäre eines historischen Herrenhauses sollen entsprechend dem Geschmack der Gäste und der Jahreszeit allerlei Kleinigkeiten von der Käsesuppe bis zum Muffin in Weckgläsern angeboten werden. Der Vorteil: die Gläser lassen sich auch leicht mitnehmen und in den umliegenden Büros und Geschäften verzehren, ja sogar in der Mikrowelle aufwärmen. Der Slogan des Konzepts: 'Weck den Genuss in dir!'

Tapas Alm
Die Gruppe würde gerne das Ambiente einer rustikalen Allgäuer Alm in den Räumen inszenieren. Allgäuer Schmankerl in Form von Wurst- und Käse-Karussells, Spätzle-Variationen sollen den Hunger stillen. Hüttengaudi und Bier mit eigenem Ziegenbocklabel sollen das Lokal zum Allgäuer Kultlokal werden lassen. Natürlich dürfen dabei die hübschen Sennerinnen als Gastgeberinnen im Hüttenlook nicht fehlen. Eine Dependance auf der Allgäuer Festwoche und ein Cateringservice sollen für die gewünschte Wirkung in der breiten Öffentlichkeit sorgen.

In die gleiche Richtung führt der dritte Vorschlag mit der Allgäu Lounge 'Kuhfladen'
Das Allgäu soll endlich auch in der Allgäumetropole seine 'Botschaft' erhalten. Kuhfladen als Rösti und 'Pizza'-Seelen sowie eine Milchbar repräsentieren die KuhLinarik des Allgäus. Der Clou: auf dem Platz am Müssiggängelzunfthaus soll eine Lounge zum Abchillen mit Bänken, Liegen und Hockern aus Baumstämmen entstehen. Am Rathausplatz flankieren Hüttenbänke den Rathausplatz-Catwalk. Die Allgäuer Kuh steht als Logotier auch für den Slogan 'Echt Kuhl'. Das Team der Lounge ist in
T-Shirts im Kuhfell-Design gekleidet und mit Euter-Hängetaschen ausgestattet.

Insgesamt galt es für die Teams zehn Erfolgsfaktoren einer Marke von der einzigartigen Story über die Speisekarte bis zur Aktions- und Werbemittelplanung in ihren Konzepten zu entwickeln. Karl Strobl zeigte sich beeindruckt vom Engagement und der Professionalität der Studenten: "Eigentlich müsste man alle drei Konzepte umsetzen". Die besten Vorschläge sollen umgesetzt werden, vorausgesetzt, das Projekt hat Aussicht auf eine tragfähige und nachhaltige Wirtschaftlichkeit. Die Ermittlung der Investitionskosten der Konzepte und die vorausschauende Wirtschaftlichkeitsberechnung schließt sich nun an. Sie wird entscheiden, ob das Weinhaus Schnitzer bald wieder eröffnen wird. Auch stehen Überlegungen an, dass das Projekt von den Studenten der Hochschule weiterhin betreut wird mit ihren Coaches Arne Kubecka und Karl Strobl im Hintergrund.

www.weber-roesterei.de


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