Ganztagsschulen

Studie zeigt akute Hygienemängel auf

Eine Untersuchung der Hochschule Niederrhein hat jetzt die Hygiene in sechs Ganztagsschulen mit Verpflegungsangeboten analysiert und kommt zu erschreckenden hygienischen Fehlern und Mängeln. Die Schulverpflegung wurde von der Hochschule Niederrhein im Rahmen einer Studie zweier Diplomanden untersucht. Stefanie Hermans und Jens Bindemann widmeten sich in ihrer Diplomarbeit der Hygienesituation in einigen Ganztagsschulen in NRW. Die Arbeiten wurden unter anderem von Prof. Dr. Volker Peinelt betreut. Ziel der Studie war die Analyse der Hygiene in Küchen von Ganztagsschulen und deren Bewertung. Verbesserungsvorschläge sollten unterbreitet werden. Erstaunlich war, dass viele Schulleiter oder Träger von Schulmensen sich ihrer Verantwortung und den damit verbundenen Pflichten anscheinend nicht bewußt sind! Die Verantwortung wurde meist leichtfertig allein dem Personal übertragen, unbeachtet der Tatsache, dass rund 70 Prozent aller strafrechtlichen und ordnungswidrigkeitenrechtlichen Fälle zu Lasten der Führungskräfte gehen und nur 30 Prozent zu Lasten der ausführenden Mitarbeiter. Nach der Auswertung der Ergebnisse der Betriebsbegehungen konnte eine Häufung von Mängeln in bestimmten Kontrollbereichen festgestellt werden. - Insektengitter an den Fenstern waren fast nie vorhanden. - Geeignete, separate Vorrichtungen zum Reinigen von Lebensmitteln waren bei der Hälfte der untersuchten Küchen gar nicht erst vorhanden. - In keiner Schule waren immer alle zur sachgerechten Reinigung und Desinfektion der Hände benötigten Mittel am Handwaschbecken vorzufinden. - In fünf von sechs Schulen war die Möglichkeit zur Temperaturüberwachung bei den Geräten zur Ausgabe und Lagerung von Lebensmitteln nicht gegeben. - In keiner Schule wurden alle Anforderungen an den Müllbehälter im Produktionsbereich erfüllt. - In allen Schulen wurden die Küchenräume für betriebsfremde Zwecke genutzt. - Schmuck wurde von allen Mitarbeitern während der Produktion getragen und Kopfbedeckungen fehlten immer. Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Oktoberausgabe der gv-praxis.



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