GfK/BVE

Studienergebnisse zur Lebensmittelqualität

„Es muss gut schmecken.“ Das sagen 96% der Verbraucher in der aktuellen Studie Consumers‘ Choice2011 der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). „Eine einfache Antwort, die in dieser Breite dennoch überrascht, gerade weil in der öffentlichen Debatte Qualität oft mit Teilaspekten wie Zusatzstoffen oder Bio gleichgesetzt wird“, so die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), die zusammen mit GfK die Ergebnisse der Untersuchung vorstellte. Viel gutes Datenmaterial auch für die Gastronomie, bestens aufbereitet (siehe Meldungsende).
An zweiter Stelle nennen 93% der Verbraucher das Kriterium Lebensmittelsicherheit und Gesundheit. Die Qualitätsdimensionen Geschmack und Sicherheit werden auch durch hohe Zustimmung zu den Aspekten Appetitlichkeit, Frische, Rückstandsfreiheit und gesunde Inhaltsstoffe untermauert. Alle diese Kriterien sind ’egoistische’ Kriterien, die dem einzelnen Konsumenten Nutzen stiften.

Gemeinwohlorientierte Kriterien wie ’Artgerechte Tierhaltung’ und ’Faire Preise für die Erzeuger’ erhalten 74% Zustimmung. Doch hier muss bedacht werden, dass solche sozial erwünschten Bekenntnisse häufig eine höhere Zustimmung erfahren als tatsächlich in der Bevölkerung vorhanden. Im realen Einkaufsverhalten geben oft noch andere Faktoren den Ausschlag, heißt es in einer Mitteilung des BVE.

Sehr wichtig ist vielen Verbrauchern die soziale Zustimmung ihrer Lebensmittelwahl bei Familien (72%) und Gästen (64%). Einfache Zubereitungsmöglichkeiten und praktische Verpackungen sind für mehr als die Hälfte der Verbraucher unverzichtbare Qualitätsmerkmale.

Etwas darunter liegen Anforderungen wie ’Regionalität’ und ’deutsche Herkunft’ mit 49% bzw. 40%. – Bio erreicht sogar nur 21%.

In punkto Vertrauen schneiden am besten Testberichte in Magazinen ab wie Stiftung Warentest und Ökotest. 70 % stimmen dieser Aussage zu.

Verbraucherschutzorganisatoren liegen auf dem zweiten Rang mit 65 %. Auf Rang 3 und 4 folgen Handwerksbetriebe und Bauern, die für Verbraucher weniger anonym wirken und persönlich ansprechbar sind.

Lebensmittelhersteller und -handel stehen in der Vertrauensfrage nur auf Platz 15 und 14. Der Industrie vertrauen nur 18 % der Verbraucher in Sachen Qualität.

30.000 Haushalte wurden über das GfK Haushaltspanel repräsentativ zu ihren Einstellungen zur Lebensmittelqualität und zum Verbrauchervertrauen befragt.

Die Charts der Studie stehen als pm_111007_charts[1].pdf zum Download bereit.

www.bve-online.de
www.gfk.de




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