Tourismusboom in Hamburg

Tagesbesucher lassen Kassen klingeln

Die Entwicklung des Tourismus in der Hansestadt bricht erneut alle Rekorde. 3 Mio. Übernachtungen im ersten Halbjahr, voraussichtlich fast 6 Mio. und dazu knapp 100 Mio. Tagesbesucher bis Ende des Jahres lassen in Hamburg die Kassen klingeln. Die Zahl der Übernachtungstouristen stieg dabei in den vergangenen vier Jahren um 25 Prozent. Die Zahl der Tagesausflügler verdoppelte sich sogar gegenüber der letzten Zählung im Jahr 1993.

Die Tagesreisen tragen denn auch maßgeblich zum Jahresumsatz von 5,3 Mrd. Euro und Steuereinnahmen von über 200 Mio. Euro bei. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr in München (dwif) hervor.



Bei der Zahl der Kurztrips, bei der ausdrücklich die Pendler aus dem Umland nicht mitgezählt wurden, belegt die Hansestadt inzwischen bundesweit Platz zwei hinter Berlin. Eindeutig Spitze ist Hamburg bei der Konsumfreude seiner Tagestouristen. Jeder von ihnen gibt im Schnitt 40,40 Euro aus, mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Fast die Hälfte der rund vier Mrd. Euro, die Tagesreisende in Hamburg lassen, wandert in den Einzelhandel, gefolgt von der Gastronomie mit einem Anteil von 29 Prozent und 1,1 Mrd. Euro.

Auch die Hoteliers in der Hansestadt haben Grund zu Optimismus. Die Zahl der Übernachtungsgäste ist seit zehn Jahren ununterbrochen gestiegen. In den ersten fünf Monaten 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,1 Prozent. Da konnten nicht mal die Hotelneubauten mithalten. So belegt Hamburg auch bei der Bettenauslastung mit durchschnittlich 54,5 Prozent im Großstadtvergleich einen eindeutigen Spitzenplatz. Die Hotels setzten im vergangenen Jahr knapp eine Mrd. Euro um. Nach Prognosen der Tourismus GmbH soll die Zahl der Übernachtungen in den kommenden fünf Jahren auf 6,5 bis 7,8 Mio. Besucher weiter wachsen.



Tourismus ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt geworden: Mit 84.000 Vollzeitarbeitsplätzen hat die "weiße Industrie" mehr oder minder sichere Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt.

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