Karstadt

Tochter LeBuffet soll alle Gastronomie-Mitarbeiter übernehmen

Der Essener Warenhauskonzern Karstadt plant die Überführung seiner noch zum Warenhaus gehörenden rd. 1.400 Gastronomie-Mitarbeiter in die 100%ige Tochtergesellschaft LeBuffet Restaurant & Café GmbH. Das im Herbst 2010 gegründete Unternehmen beschäftigt bereits einen Teil der Gastronomie-Mitarbeiter. Insgesamt umfasst das Gastro-Portfolio von Karstadt Standorte in rund 90 Häusern.
Für Karstadt soll die zum 1. Oktober geplante Ausgliederung der Mitarbeiter und ihre damit einhergehende tarifliche Neueinstufung Einsparungen in Höhe von etwa 2,7 Mio. € bringen – dies zumindest will das Nachrichtenmagazin Der Spiegel wissen, ohne die Herkunft dieser Berechnung preiszugeben.

Tatsächlich erhalten die Gastronomie-Mitarbeiter im ersten Jahr des Übergangs einen Entgeltausgleich in Höhe von 100 % und im zweiten Jahr einen von 50 %. Der NGG-Tarif sieht allerdings eine höhere Wochenarbeitszeit und weniger Urlaubstage vor.

Auf Anfrage erklärte Klaus Fahrer, erster Mann im Karstadt-Konzern für die Gastronomie sowie Geschäftsführer der LeBuffet Restaurant & Café GmbH: „Wir wollen, dass auch im Bereich Gastronomie bei Karstadt Spezialisten im Wettbewerb stehen mit Spezialisten und wir wollen unter den gleichen Rahmenbedingungen arbeiten wie unsere Wettbewerber. Deshalb ist diese Maßnahme betriebswirtschaftlich notwendig und richtig.“

Im Zuge der bislang 24 Neueröffnungen von Karstadtfilialen nach Renovierungen, für die bis 2015 insgesamt rd. 400 Mio. € aufgewendet werden sollen, eröffneten 2012 bereits LeBuffet Live-Cooking-Restaurants in Goslar und Nürnberg.

Karstadt befindet sich nach der Rettung aus der Insolvenz durch Nicolas Berggruen 2010 in einem Transformationsprozess, in dessen Zuge nicht nur Häuser und Sortimente (mit Einführung von über 50 neuen Marken im Herbst 2012) modernisiert, sondern auch das Profil geschärft und Prozesse vereinfacht werden. Im Zuge von Effizienzsteigerungen hatte Karstadt erklärt, bis 2014 2.000 Stellen primär sozialverträglich abbauen zu wollen, um das Unternehmen nach dem jahrelangen Veränderungsstau auf die passende Größe zu bringen.

Bislang hat Karstadt in Renovierungen und neue Infrastruktur seit der Übernahme rd. 160 Mio. € investiert.

www.lebuffet.de

www.karstadt.de



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