14. Fachsymposium

Tolles Programm und volles Haus

Die 14. Auflage des Fachsymposiums für Systeme & Konzepte in der Gemeinschaftsverpflegung glänzte mit einem Power-Programm an zwei Tagen und geballtem Content. Den 230 Teilnehmern, darunter fast alle führenden Top-Caterer, wurde jede Menge Inspiration, Energie und Wissen vermittelt.

Das Hilton Düsseldorf Hotel war wieder Schauplatz des Spitzenevents, an dem elf hochkarätige Referenten top-aktuelle und praxisbezogene Inhalte präsentierten. Mit einem furiosen Auftakt glänzte Klaus Kobjoll, Leiter des Hotels Schindlerhof. Der hoch dekorierte Trainer, Coach und Unternehmensberater stellte seine Zahlen und seine Ideen vor, offen und absolut glaubwürdig. Seine These: „Die Attraktivität eines Arbeitgebers hat nichts – aber auch gar nichts – mit einer 40-Stunden-Woche zu tun.“
Kobjol: "Dienen kommt vor verdienen." Im Anschluss fokussierte Maria Revermann, Dozentin und Expertin in Fragen des Hygienemanagements, allen wichtigen Antworten zum Thema Sicherheit und Hygiene. Ihr Credo: "Was nicht dokumentiert wird, ist auch nicht geschehen." Sie empfahl, auch das Servicepersonal über die Allergenthematik zu schulen. Dazu sei der Anbieter von Speisen verpflichtet. Wie auch in den Vorjahren, konnten sich die Teilnehmer während der Pausen im Ausstellerforum über die neuesten Entwicklungen aus der Industrie informieren. Abschließend lud Unilever Foodsolutions die Teilnehmer in die Szenegastronomie (Hafenperle im Medienhafen Düsseldorf) zur traditionellen Abendveranstaltung ein. Dieses Treffen bot in bestem Rahmen ausreichend Zeit für nette Gespräche sowie spannende Diskussionen mit Fachkollegen.

Am zweiten Tag fanden insgesamt neun Vorträge statt – davon jeweils vier aus dem Business- und Caremarkt. Im Business-Block skizzierte Carlo Caldi, Mitglied der Geschäftsleitung Autobahn Tank und Rast GmbH, Bonn, die Strategie seines Unternehmens. Dabei machte er klar, wie stark beide Gastronomiemärkte verwandt sind. "Wir müssen es jedem recht machen." Caldi riet zu mehr Markenbildung - besonders in der nachfrageschwachen Zeit, um den eigenen Auftritt zu stärken. "Ich vermisse Shops in der GV."

Im Careprogramm stellte Medirest-Chef Jörg Rutschke das erfolgreiche Konzept 'Catering to you' vor.  Zusätzlich im Fokus: aktuelle Zahlen aus der neuen gemeinsanen DKI-Studie, präsentiert von Ekkehart Lehmann, Geschäftsführer K&P Consulting. Die Studie zeigt, dass der Care-Markt immer mehr in Bewegung kommt. Lehmann: „Der Wille, sich mit neuen Systemen zu beschäftigen, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ob Outsourcing, Zentralisierung oder Fremdbezug – heute wird wesentlich offener und vorbehaltloser über Chancen und Möglichkeiten einer grundsätzlichen Veränderung diskutiert, als noch vor wenigen Jahren.“

Der Mediziner Prof. Dr. Klaus Linneweh erklärte abschließend, wie man das Burn Out bekämpfen kann. O-Ton: „Besonders gefährdet sind Menschen mit unrealistischen Zielsetzungen und Erwartungshaltungen, Perfektionisten, die nicht Nein sagen können. Dazu gehören auch Menschen mit ausgeprägtem „Helfersyndrom“, Dienstleister, die wenig Anerkennung und positives Feedback erhalten. Für einen optimalen Schutz vor Burn Out sorgt vor allem ein Lebensstil, der sich nicht allein auf Arbeit und Leistung konzentriert, und eine positive Grundhaltung, die sich durch Vertrauen, Optimismus und heitere Gelassenheit auszeichnet.“ Moderne Menschen vernachlässigen oft die wichtigste Person in ihrem Leben: sich selbst. „Aber erst wenn es Ihnen gut geht, sind Sie auch wertvoll für andere.“

Insgesamt zeigte die Teilnehmerbefragung eine überaus positive Resonanz. "Wir hatten die richtige Mischung", so Günter Kuhn, der zusammen mit der gv-praxis die erfolgreiche Veranstaltung organisierte.


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