2002

Top 50 umsatzstärkste Hotelgesellschaften in Deutschland

Jahr der Talsohle Mit einem Umsatzminus von 3,5 Prozent haben die Top 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften auf dem deutschen Markt das Jahr 2002 beendet. Nach rund fünf Jahren wenn auch zuletzt minimaler Zuwächse - 2001 waren es lediglich 0,9 Prozent - müssen die großen Unternehmen nun deutliche Einbußen verkraften. Der Gesamtumsatz der 1.212 Betriebe pendelte sich netto auf 4,78 Mrd. Euro ein. Die weltweite wirtschaftspolitische Krise hält die Branche seit langem in Atem, und nach wie vor zeigt sich kein Licht am Ende des Tunnels. Die Tendenz zeichnete sich bereits Ende 2001 ab. Ein minimales Plus von 0,9 Prozent hielt den Umsatz der Top 50 Hotels auf 4,95 Mrd. Euro. Ein unbefriedigendes Ergebnis, zumal das Jahr 2000 Besseres versprach. 2002 rutschte der Gesamtumsatz mit 3,5 Prozent ins Minus. Die internationale Wirtschaftskrise, der drohende Irak-Krieg, die immanente Angst vor Terrorismus, innerdeutsche politische Querelen um Steuern, Arbeitslosigkeit und Verschuldung hemmen jedweden Konsum. Sparen hieß bereits im vergangenen Jahr das Motto der Konsumgesellschaft, das in diesem Jahr einen weiteren unerfreulichen Höhepunkt findet. Besonders betroffen sind in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen Hotellerie und Tourismus. Sie spiegeln präzise die ökonomische Realität, sie sind zumeist diejenigen, die als erste schnell und flexibel auf ein verändertes Umfeld reagieren müssen. Der Verlauf des Hoteljahres 2002 findet sich exakt in den Ergebnissen der Top 50 Hotelgesellschaften wieder, die die NGZ-Der Hotelier in diesem Jahr zum 15. Mal veröffentlicht. Die erhobenen Daten beruhen auf Eigenangaben der Gesellschaften. Schätzwerte sind die Ausnahme und werden auf der Basis zuverlässiger Marktindikatoren erstellt. Wiederholt haben fast alle von uns befragten Unternehmen ihre Zahlen offengelegt. Zu den Top 50-Ergebnissen im Detail:
  1. Die 50 größten Hotelbetriebsgesellschaften erwirtschafteten 2002 in Deutschland einen Nettoumsatz von 4,78 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,59 Mrd. Euro). Das entspricht einem Minus von 3,5 Prozent.
  2. Die betriebenen Häuser der Top 50 haben sich um 61 Betriebe auf 1.212 verringert.
  3. Die Zahl der Zimmer ist hingegen im Vergleich mit den 50 umsatzstärksten Gesellschaften aus dem Jahr 2001 um 0,4 Prozent oder 751 auf 179.777 gestiegen.
  4. Die durchschnittliche Zimmerbelegung hat deutlich nachgegeben und ist von 66,7 Prozent auf 54,3 Prozent gefallen.
  5. Relativ stabil präsentiert sich der Zimmerpreis, obwohl auch er Federn lassen musste. Von 83,90 Euro auf 81,4 Euro gab er um drei Prozent nach.
  6. Nur noch 40 Prozent der Hotelgesellschaften meldeten ein Plus (Vorjahr: 66 Prozent; 2000: 88 Prozent). 56 Prozent bilanzierten ein Minus (Vorjahr: 32 Prozent; 2000: sechs Prozent). Auch 2002 erwirtschafteten wie im Vorjahr die Unternehmen fast ausschließlich durch Kapazitätsausweitungen einen Zuwachs.
  7. Die alles entscheidende Frage nach der Gewinnsituation ergab folgendes Bild: Wie im Vorjahr gab keine Gruppe an, "sehr gute" Erträge erwirtschaftet zu haben. Lediglich 20,5 Prozent bezeichnen die Gewinne als "gut". 2001 waren es noch 55,8 Prozent. 53,8 Prozent geben ein "noch zufriedenstellend" in puncto Gewinnsituation an, bei 20,5 Prozent ist sie "schwach", und 5,1 Prozent bezeichnen sie als "schlecht". Dies ist eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2001 und 2000.
  8. Die Zahl der Mitarbeiter ist weiter gesunken. 38,6 Prozent der von uns Befragten gaben an, das sie im vergangenen Jahr weniger Mitarbeiter beschäftigt hatten. Im Vorjahr waren es 14,3 Prozent. In 22,7 Prozent der Betriebe ist die Zahl gestiegen, bei 38,6 Prozent ist sie gleich geblieben.
Hier die Top 10 zum Downloaden Das gesamte Top 50-Ranking mit allen Kennziffern sowie die Kommentierung finden Sie in der NGZ-Der Hotelier Ausgabe 7+8/2003. Zu bestellen über unseren Leserservice per Email oder per Telefon 069/7595-1972



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