München

Top-Start fürs Restaurant Brenner

Jeder rennt hin, und entsprechend rennt das Restaurant Brenner an der Münchner Flaniermeile Maximilianstraße seit Mitte Oktober wie verrückt. Unter Branchenprofis wird Rudi Kulls neuestes Objekt als die Numero 1 der Neueröffnungen Münchens gehandelt. Spektakulärstes Konzeptelement: die beiden offenen Feuerstellen, die den Gast hautnah die Zubereitung seiner Speisen miterleben lassen. Die gigantischen Holzstapel entlang der Wände und Fensterbögen entfachen bereits beim Eintreten die Lust auf Gegrilltes über lodernden Buchenholzscheiten. Ebenfalls wichtiger Bestandteil des deutlich italophilen Konzepts, das parallel dazu französisches und internationales Flair impliziert, ist seine Dreiteiligkeit. Vorne der Bar-/Café-Bereich, in der Mitte das Pasta-Restaurant und hinten, als größter Bereich, das Grill-Restaurant mit ausgesuchten Fisch- & Fleisch-Offerten. Vom offenen Holzkohlengrill, der wie die offene Pasta-Kochstelle, durch einen großen Kamin auf sich aufmerksam macht.

Rund 1.500 bis 1.800 Gäste drängeln sich an starken Tagen (sonst 550 bis 1.100) um die 340 Sitzplätze (200 Grill, 80 Pasta, 60 Bar). Durch die Ranken der schmiedeeisernen Gingkoblatt-Gitter fühlen sie sich in ihrem jeweiligen Restaurant-Bereich gut abgeschirmt und sind gleichzeitig doch in der Lage, das Geschehen in den anderen Räumen zu verfolgen. Schlussendlich verlassen sie das Brenner mit Durchschnittsbons zwischen rd. 6 EUR (Bar), ca. 17 EUR (Pasta) und 32 – 35 EUR (Grill). Auf ca. 1 Mio. EUR beläuft sich die Investitionssumme für den Innenausbau, eine planerische Teamarbeit des Gastroprofis Kull gemeinsam mit seinem langjährigen Partner und Architekten Albert Weinzierl.

Dass bisher die Erwartungen deutlich von der Realität überholt wurden, zeigt sich laut Kull vor allem in den Ergebnissen des Grill-Restaurants, das nicht zuletzt deshalb die meisten Sitzplätze vorweist, weil es als Herzstück gilt. 230 Couverts werden im Schnitt pro Abend gezählt (man rechnete mit 150), mittags liegt man bei 110 (statt wie erwartet mit 75). Und nebenan wandern an Top-Tagen 420 – 450 Pastagerichte zum Gast, ebenfalls deutlich mehr als für die Startphase geplant. Übrigens wurde man derart vom Ansturm überwältigt, das der Produktionsstart der zum Konzept gehörenden, hauseigenen frischen Pasta auf März verschoben werden musste. Spannend wird sein, was Kull im Sommer konzeptionell aus seiner Terrasse mit 250 Plätzen macht - keine kleine Herausforderung.

www.brennergrill.de

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