Gerbermühle Frankfurt

Uli Mlcoch feiert Richtfest

Ein Frankfurter Kleinod, die Gerbermühle am südlichen Mainufer zwischen Frankfurt und Offenbach wird umgebaut und erweitert. Der historische Landgasthof soll im März 2006 in seiner neuen Fassung in Betrieb gehen, gestern war Richtfest. Neuer Pächter und seit Mai mit einem Sommergarten bereits vor Ort ist Uli Mlcoch (bis 2004 13 Jahre Betreiber vom 'Frankfurter Haus' in Neu-Isenburg). Die neuen Kapazitäten: 13 Doppelzimmer und 6 Suiten, à la Carte-Gastronomie mit 200 bis 250 Sitzplätzen sowie über 500 Plätze in Biergärten.



Die Lage ist einmalig schön und auch die Historie des Hauses verspricht bestmögliche Vermarktung, denn der Standort ist eng mit Deutschlands größtem Dichter, Johann Wolfgang von Goethe, verknüpft. Bereits zu seiner Zeit war die Gerbermühle ein wichtiger Ausflugsort. Hier begegnete er im Alter von 65 Jahren der jungen Marianne von Willemer und verliebte sich in sie. Zum literarischen Ort wurde die Gerbermühle im Jahr 1815, als Goethe dort seinen 66. Geburtstag feierte. Teile des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes stammen aus dem 14. Jahrhundert. 1944 wurde das Gasthaus bei einem Luftangriff zerstört, in den 70er Jahren in stark veränderter Form wieder aufgebaut. In jüngster Vergangenheit stand es leer.



Der neue Eigentümer, Werner Kindermann (früherer Henninger-Chef), investiert großzügig. Von über 5 Mio. € ist die Rede, mit denen die Einzigartigkeit des Anwesens neu belebt werden soll.



Uli Mlcoch: "Die unternehmerische Herausforderung heißt, ein mehrstufiges Konzept ganzheitlich zu betreiben und zu vermarkten. Jeder einzelne Bereich – Zimmer/Suiten, à la Carte-Restauration und Sommergarten - zielt auf eine spezielle Klientel, alle zusammen bilden den Charme dieses historischen Landgasthofes. Ich will hier meine gesammelte Erfahrung in der Gastronomie einbringen und effizient umsetzen." Hohe Komplexität bei mittlerer Größenordnung erfordert definitiv unternehmerisches Können. Und das hat er, das steht fest. Im Mittelpunkt der gastronomischen Lösung stehe klare, bodenständige Küche, letztlich wie im Frankfurter Haus, nur eben auch auf einem feineren Niveau. So will der Profi seine Philosophie 'ich mache nichts Außergewöhnliches, aber Gewöhnliches außergewöhnlich gut' erneut verankern.

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