McDonald’s D

Um-/Abbau an Spitze/ Hendrikx on top

Die Führungsstruktur bei McDonald’s Deutschland wird im Zeichen geänderter strategischer Prioritäten neu geordnet und verdichtet. Wie das Unternehmen bekannt gab, präsentiert sich der bislang 8-köpfige Vorstand nunmehr deutlich verschlankt. Gleichzeitig ist der bisherige Vorstandsvorsitzende Gerd Raupeter nach mehr als 12 Jahren an der Spitze zurückgetreten. Der Umbau solle ein schnelleres und effizienteres Agieren unterstützen, heißt es dazu aus München. Analog zu jüngsten Aussagen des amerikanischen McDonald’s-Chefs Cantalupo lautet das Ziel aktuell, "nicht unbedingt größer, sondern besser" zu werden, so der neue Top-Mann in München, Adriaan Hendrikx. Während die Position des Vorstandsvorsitzenden nicht wieder besetzt wird, übernimmt Hendrikx, wie bisher als Managing Director für das operative Geschäft in Deutschland verantwortlich, die Führung der Company. Ihm zur Seite stehen künftig nur mehr 4 Vize-Präsidenten mit erweiterten Aufgabengebieten, nämlich Andreas Schwerla (Operations, Personal, Training), David Newman (Business Development, Verfahrenstechnik, Projektmanagement, IT), Herman Liades (Finanzen + Controlling, Recht, Einkauf, Quality Assurance) sowie Jochen J. Jervoe (Marketing, Research, Menu Management). Der bisherige Einkaufsvorstand Michael Gerling wechselt nach über 30 Jahren in der Münchener Zentrale als Vice President Europe und Chief Supply Chain Officer auf die europäische Ebene. Das Unternehmen verlassen wird Hermann Harscher, bisher Vorstand Personal, um sich persönlichen Prioritäten zu widmen, wie es bedauernd heißt. Carlo Paqualini, seit Mitte 1999 als Vorstand fürs Development verantwortlich, übernimmt andere, noch nicht näher spezifizierte Aufgaben im System. Auch nach Übergabe der Führungsrolle an Hendrikx wird Raupeter, nunmehr mit der Funktion des Chairman und Vice President Europe betraut, dem Executive Board in München beratend zur Seite stehen. Er übernimmt außerdem den Aufsichtsrats-Vorsitz der McDonald’s Kinderhilfe und kümmert sich weiterhin um die Entwicklung der Partnerbrands. Raupeter hat sich zuletzt maßgeblich bei Import und Implementierung der Pizza-Marke Donatos engagiert - ein Zukauf der US-Mutter aus den 90er Jahren. Erste Teststores in München laufen höchst erfolgreich. Man sei, was die Zukunft von Donatos betrifft, nicht an Entscheidungen des Mutterkonzerns gebunden, betont die deutsche McD-Zentrale: In Oak Brooks hält man sich zur Zukunft der Partnerbrands derzeit alle Optionen frei. Im Einklang mit den Devisen aus Oak Brook setzt das Münchener Management die Priorität ganz generell auf Optimierung in Sachen QSS (Qualität, Service, Sauberkeit). Zwar sollen im laufenden Jahr 50-60 neue Standorte zu den mehr als 1.200 Betrieben in Deutschland hinzu kommen - nach 69 Neueröffnungen in 2002 eine nochmals gedrosselte Zahl. Der Umsatzsteigerung auf bestehenden Flächen gilt jedoch das Haupt-Augenmerk. Gefragt ist ein Energieschub für das Erlebnis McDonald’s.



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