Magen-Darm-Erkrankungen

Ursachensuche geht weiter

Erste Entwarnung zum Ausbruch von Gastroenteritis in Ostdeutschland. Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist der Höhepunkt offensichtlich überschritten. Mindestens 8365 Fälle meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) bis vergangenen Samstag.

Die genauen Ursachen sind immer noch unklar. Nach den zusammengetragenen Erkenntnissen geht die vom Bund und den betroffenen Ländern einberufene Task Force davon aus, "dass der Ausbruch nur durch ein kontaminiertes Lebensmittel bzw. eine Charge einer Lieferung ausgelöst wurde. Im Fokus steht der Zeitraum vom 25. bis 28. September und die in diesen Tagen von Sodexo-Großküchen ausgeteilten Mahlzeiten. Dabei werden sowohl nach Noroviren als auch nach bestimmten, von Bakterien gebildeten Toxine gesucht. In zwei Laborproben in Thüringen wurden laut N-TV nach Ausbruch der Erkrankungen bereits Bacillus cereus nachgewiesen. "Für eine belastbare Aussage ist das aber zu dünn", äußert sich Jürgen Ziegenfuß, Abteilungsleiter im Landesamt für Lebensmittelsicherheit in Thüringen am Sonntag gegenüber N-TV.

Nachdem Sodexo zunächst einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem von ihm gelieferten Essen von sich gewiesen hatte, zitiert der TV-Sender N-TV in seiner Online-Ausgabe vom Wochenende Unternehmenssprecher Stephan Dürholt: "Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass, soweit wir es alle wissen, tatsächlich nur Kinder betroffen sind, die von uns beliefert worden sind." In den meisten Sodexo-Küchen wird am heutigen Montag wieder produziert. Lediglich in Berlin bleiben auf Wunsch des Senats zwei Küchen geschlossen.

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