Autohöfe

VEDA besorgt über geplanten Markteintritt von Flying J

Der US-Konzern Flying J, Betreiber von 180 Lkw-Autohöfen in USA und Kanada, will zwischen 8 und 10 Truckstop-Anlagen mit für Europa ungewöhnlich großer Fläche in Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz erbauen. An der A 7 bei Evendorf, knapp 50 km südlich von Hamburg, hat das Unternehmen bereits ein 10-ha-Grundstück erworben, wo voraussichtlich bis 2009 für Investitionen von 16 Mio. EUR insgesamt 310 Lkw- und 124 Pkw-Stellplätze, Großtankstelle, Restaurants, Hotel, Supermarkt, Servicebereich und Kasino entstehen sollen. Angestrebt ist dort nach Branchen-Informationen ein Kraftstoffabsatz von 50 Miol l/Jahr. Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA) mit derzeit 85 Mitgliedsbetrieben in ganz Deutschland, verfolgt die Pläne der Amerikaner mit Besorgnis. „Bundesweit gibt es 430 Tank & Rast-Anlagen sowie 160 Autohöfe, welche die Versorgung von Reisenden und Lkw-Fahrern entlang deutscher Autobahnen sicherstellen. Der Kuchen ist also verteilt“, meint Schneider, der darauf hinweist, dass das Autohof-Geschäft in Deutschland ausgesprochen mittelständisch geprägt sei. Hinzu komme, dass die Umsätze im Tankstellengeschäft seit 1999 um 40 bis 50 % zurückgegangen sind. Das US-amerikanische Unternehmen werde wohl vor allem über Niedrigpreise versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen, vermutet der VEDA-Vorsitzende. Dies sei für die mittelständische Betreiberschaft hierzulande tendenziell existenzbedrohend. www.autohof.de


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