Oktoberfest

Veranstalter ziehen positive Bilanz

Rund 6,4 Mio. Gäste pilgerten in diesem Jahr zur Münchner Theresienwiese. Im Vergleich zum Vorjahr kamen im Lauf des 16 Tage andauernden Oktoberfestes etwa 500.000 Menschen weniger, doch war das Festgelände kleiner. Das im Abstand von vier Jahren stattfindende Zentrale Landwirtschaftsfest nahm einen Teil des Areals ein. Setzt man die Besucherzahl jedoch in Relation zur letzten ’Kleinen Wiesn’ (2008) melden die Veranstalter einen Anstieg um 400.000 Gäste. Die Umsätze der Wiesn-Gastronomie sind im Vergleich zum Vorjahr stabil, so das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München.

Über die Schanktresen gingen in diesem Jahr 6,9 Mio. Maß Bier (2011: 7,5 Mio.; 2008: 6,6 Mio.). Gegessen wurden 116 Ochsen (2011: 118; 2008: 104) und 57 Kälber. Der Klassiker, das Wiesn-Hendl, kam mehrere hunderttausend Mal auf die Teller. Süße Speisen wie Eis und gebrannte Mandeln standen hoch im Kurs, eine Renaissance erlebten Zuckerwatte und Türkischer Honig.

Individuelle Auswahl beim Konsum und gezieltes Ausgabeverhalten waren auch in diesem Jahr wieder zu bemerken, so das Referat. Die Gäste legten mehr Wert auf Qualität als auf Quantität.

Stichwort Sauberkeit und Hygiene: Auf dem Münchner Oktoberfest ist dafür der Spülmaschinen-Profi Winterhalter ganzheitlich verantwortlich. Rund 130 Winterhalter-Maschinen verschiedenster Größen und Altersklassen sind in den Zelten rund um die Uhr im Einsatz. Der reibungslose Betrieb wird durch zwei bis drei Service-Techniker des Unternehmens gewährleistet. Sie sind ständig vor Ort und stehen den Gastronomen auf dem Messegelände mit Rat und Tat (Container mit Ersatzteilen) zur Seite. Ein bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiche langjährige Zusammenarbeit unter maximalem Leistungsdruck.

Die Veranstalter des Oktoberfestes berichten, dass der Trend zur Tracht sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen ungebrochen ist. Keinen eindeutigen ersten Platz gab es in diesem Jahr bei der Wiesn-Hitparade. Das Kopf-an-Kopf-Rennen von Hubert von Goisern (Brenna tuats guat) und den Toten Hosen (Tage wie diese) ging unentschieden aus.

Bis zum Ende des Oktoberfestes zählte das Fundbüro 4.500 Fundstücke, darunter 1.000 Kleidungsstücke, 950 Ausweise, 570 Geldbörsen und 480 Mobiltelefone.

Zu den kuriosen Fundstücken gehören in diesem Jahr ein Playboy (mit persönlicher Widmung des aktuellen Wiesn-Playmates), ein Hund (wurde bereits abgeholt) eine Anzughose, ein Babyfone, zwei Eheringe und zwei Waldhörner.

www.oktoberfest.de


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