Education

Verband der Oecotrophologen kritisiert Schulverpflegung

Der Verband der Oecotrophologen e. V. (VDOE) fordert die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für eine professionelle Schulverpflegung weiter zu verbessern. Die Speisepläne entsprechen laut VDOE häufig nicht den Empfehlungen. Statt dessen liege das Augenmerk oftmals ausschließlich bei den Kosten.
Professionelle und gute Essensanbieter können ein ausgewogenes, leckeres Mittagessen jedoch kaum für weniger als drei Euro anbieten. Höhere Preise sind wiederum für viele Familien finanziell nicht zu stemmen. Laut Claudia Dirschauer, Diplom-Oecotrophologin und Mitglied im VDOE-Expertenpool, unterstützen viele schulische Fördervereine die Schulen mit finanziellen Zuschüssen. Dies sei, so die Expertin, sehr zu begrüßen, aber das Problem bleibe im Kern. O-Ton Dirschauer: „Der Knoten lässt sich aus gesundheits- und bildungspolitischer Sicht langfristig nur mit einem bundesweit kostenlosen oder stark subventionierten Schulmittagessen auflösen."

Dabei fängt eine gute Schulverpflegung bereits mit der Mensaplanung an. Die Schulen haben in der Regel wenig Zeit für die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb und häufig kaum Erfahrung in der Organisation von Schulverpflegung bzw. bei der Auswahl von geeigneten Caterern. An dieser Stelle sei, so der Verband, die Kompetenz von Oecotrophologen gefragt. Dirschauer: „Als hervorragend ausgebildete Fachkräfte können sie Schulleiter, Lehrer und Eltern effizient bei der Planung und Umsetzung der Verpflegung unterstützen."Der VDOE fordert deshalb die Bundesregierung auf, finanzielle Mittel bereitzustellen, die den Einsatz von qualifiziertem Personal bei Planung und Umsetzung möglich machen.
 
www.vdoe.de


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