EHEC-Studie

Verbraucher ändern Verhalten meist nur kurzfristig

Das EHEC-Virus beschäftigt weiterhin die Menschen in Deutschland: Fast jeder Zweite hat infolge der Berichterstattung seine Essgewohnheiten verändert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Ketchum Pleon. Die Studie zeigt aber auch: Nur wenige Deutsche stellen dauerhaft ihr Ess- und Kaufverhalten um.
Hier die wichtigsten Ergebnisse, die Ketchum Pleon ermittelt hat:

Fast jeder Zweite ändert sein Verhalten wegen EHEC: 45 % der Befragten geben beispielsweise an, Obst und Gemüse vor dem Essen gründlicher zu reinigen oder sich häufiger die Hände zu waschen.

Herkunft der Produkte wird wichtiger: 65 % der Verbraucher mit verändertem Verhalten entscheiden sich für Gemüse aus sicheren Regionen.

Verhaltensänderungen haben nur selten Bestand: Dauerhaft sind nur 14 % der Deutschen bereit, ihr Essverhalten umzustellen, weitere 34 % tun dies nur solange, bis die Gefahr vorüber ist.

Berichterstattung bleibt umstritten: Rund 70 % der Umfrage-Teilnehmer nehmen die aktuelle Berichterstattung ernst, knapp 30 % geben an, der Darstellung nicht zu glauben.

Ärzte bleiben die glaubhafteste Informationsquelle: Die Deutschen vertrauen vor allem dem eigenen Arzt (82 %). Eine hohe Glaubwürdigkeit haben auch Gesundheitsorganisationen wie das Robert Koch-Institut (78 %).

Die repräsentative Befragung von 1.003 Konsumenten ab 14 Jahren erfolgte in Zusammenarbeit mit tns emnid vom 03.06. bis 04. 06 2011. Es können soziodemographische Daten wie Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Haushaltsgröße und Bundesland sowie die Einstellungen zu EHEC unterschieden werden.

www.ketchumpleon.de

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