GfK-Studie zum Dioxin-Skandal

Verbrauchervertrauen schwindet

Während ein Ende der Dioxin-Krise nicht abzusehen ist – jüngste Nachricht: Russland verhängte ein Importverbot für deutsches Geflügel -, schwindet das Verbrauchervertrauen in Lebensmittelkontrollen. Laut einer aktuellen Studie der GfK Marktforschung sind nur 27 % der deutschen Verbraucher aktuell der Ansicht, dass die verfügbaren Lebensmittel „ausführlich kontrolliert und gesundheitlich unbedenklich“ sind.

 

Gegenüber den Ergebnissen einer Studie im Herbst 2010 sei ein deutlicher Rückgang des Vertrauens in Lebensmittelkontrollen festzustellen, so die GfK.

 

Ob sich dies in einer Änderung des Einkaufsverhaltens im Handel niederschlägt, dazu liegen zur Stunde jedoch keine belastbaren Zahlen vor.

 

Laut GfK-Studie wollen deutsche Verbraucher jedoch nun verstärkt auf den Kauf von Bio-Eiern und Bio-Fleisch setzen. Und zwar auch Haushalte mit einem niedrigen Einkommen von unter 1.000 EUR. Hier erklären überporportionale 32 % der Befragten, künftig ausschließlich Bio-Eier und Bio-Fleisch konsumieren zu wollen, insgesamt sagen dies 25 %.

 

Allerdings ist laut GfK Haushaltspanel ConsumerScan der Preis mit 51 % weiter das wichtigste Einkaufskriterium bei den Verbrauchern – auch wenn generell ein Trend zu mehr Qualität belegbar ist.

 

Die gute Nachricht: Restaurants, Bäckereien und auch Imbissen, die Fleisch und Eier verarbeiten, wird ein vergleichsweise hohes Vertrauen entgegengebracht. 35 % der Bundesbürger gehen davon aus, dass dort nur unbelastetes Fleisch und Eier weiterverarbeitet werden. 

 

Dieser Vertrauensvorschuss hat zweifellos dazu beigetragen, dass gastronomische Betriebe abgesehen von vermehrten Rückfragen der Gäste von den Folgen des Dioxin-Skandals weitgehend verschont geblieben sind.

 

Zur GfK-Studie ‚Verbrauchervertrauen in der Dioxin-Krise’: Die Ergebnisse basieren auf 1.004 Interviews, die zwischen dem 13. und 17. Januar 2011 im Rahmen einer bundesweiten Mehrthemenumfrage repräsentativ erhoben wurden.

 

Über aktuelle Entwicklungen rund um den Dioxin-Skandal finden sich umfassende Informationen auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
www.bmelv.de

http://www.gfk.com/



stats