Burger King

Verkauf an Texas Pacific besiegelt

Die britische Spirituosengruppe Diageo Plc verkauft die Fast Food-Kette Burger King an eine US-Investorengruppe unter Führung der Texas Pacific Group. Der Verkauf soll spätestens im vierten Quartal 2002 abgeschlossen sein, der Kaufpreis wird voraussichtlich bei 2,26 Mrd. US-Dollar liegen. Wie es heißt, lagen die Preisvorstellungen von Diageo oberhalb dieser Summe - zumal man in den vergangenen Monaten erhebliche Summen in Renovierungsmaßnahmen und die Bereinigung von Franchise-Problemen gesteckt hatte. Dass Diageo sich von seiner vor 14 Jahren erworbenen Fast Food-Tochter zugunsten der Konzentration aufs Spirituosen-Kerngeschäft (und wegen der Profit-Schwäche der Restaurantkette) trennen wollte, war seit längerem bekannt. Zeitweilig stand ein Management-Buy-out im Raum, in jüngster Zeit galt das Texas Pacific-Konsortium, dem außerdem Goldman Sachs und Bain Capital angehören, als Übernahme-Favorit. Die zweitgrößte Hamburger-Kette der Welt setzt mit insgesamt 11.000 Outlets jährlich rd. 11 Mrd. US-Dollar um, hatte aber in den letzten Jahren mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Erst neuerdings weisen die Zahlen wieder nach oben. Der Marktwert der Company wurde von Analysten im Frühjahr diesen Jahres bei 2,5 Mrd. Euro angesiedelt. Frühere Einschätzungen lagen mit 3,2-4 Mrd. Euro deutlich darüber, wurden aber von Experten als überhöht eingestuft. Übrigens hat Texas Pacific in diesem Jahr auch die schweizerische Gate Gourmet Group aus dem Portfolio der gestrandeten Swiss Air erworben. Der Deal bedarf noch der Genehmigung durch die Wettbewerbswächter. Mit Umsätzen von 3,2 Mrd. sfr im letzten Geschäftsjahr ist Gate Gourmet nach der LSG zweitgrößter Airline-Caterer weltweit.
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