Education

Vernetzungsstellen Schulverpflegung in allen Bundesländern

In den nächsten drei Jahren wollen sowohl Bundesernährungsminister Horst Seehofer als auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt jeweils 15,0 Mio. € für die Umsetzung ihrer Pläne bereitstellen, also insgesamt 30,0 Mio. €. Im Zentrum des erfolgreichen Konzeptes steht der Erwerb von wichtigen Alltagskompetenzen. In sechs Doppelstunden bekommen die Schüler die Chance, Lebensmittel mit allen Sinnen wahrzunehmen, zuzubereiten und gemeinsam zu genießen. Darüber hinaus kann der aid-Ernährungsführerschein eine gute Gelegenheit für Schulen sein, ihr Profil als „gesunde Schule“ zu schärfen. Denn Ernährungsbildung gehört nicht nur in den Unterricht: „Das gesamte Schulkonzept muss auf mehr Gesundheitsförderung eingestellt werden“, fordert Dr. Margret Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand vom aid infodienst. „Das betrifft das Snack- und Getränkeangebot genauso wie die Mittagsverpflegung.“ An deutschen Schulen ist ein ausgewogenes Essensangebot allerdings noch keine Selbstverständlichkeit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat deshalb Qualitätsstandards für die Schulverpflegung entwickelt. "Entscheidend ist nun, dass die Schulen dazu verpflichtet und dabei unterstützt werden, diese auch Schritt für Schritt umzusetzen, so Büning-Fesel. Obwohl die Schulverpflegung in die Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer fällt, kündigt der Bund im Nationalen Aktionsplan Fördermittel für so genannte „Vernetzungsstellen Schulverpflegung“ an. Diese sollen in allen 16 Bundesländern eingerichtet werden und Schulen fachlich dabei unterstützen, ihr Verpflegungsangebot an den Qualitätsstandards auszurichten. aid


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