Schüler & Presinger/SPN

Versuch außergerichtlicher Vergleiche

Die Frankfurter Unternehmensgruppe mit bundesweit mehr als 500 Beschäftigten (2002: 22 Mio. Euro Nettoumsatz bei 30 Outlets) steckt in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Für einige von insgesamt 17 Gesellschaften droht Insolvenz, wenn es in letzter Sekunde nicht noch gelingt, über Auffanggesellschaften oder Investoren zu außergerichtlichen Vergleichen zu kommen. Michael Presinger: "Die Verhandlungen laufen insbesondere mit Brauern (Darlehen), Vermietern und Banken. Aber auch mit der Öffentlichen Hand (Finanzamt, Sozialverpflichtungen)." Nicht betroffen sind die Frankfurter Diskothek Odeon sowie das Café Helium, Outlets in Bad Homburg und Heidelberg sowie das jüngste Engagement in Berlin. Auch die 4 Stuttgarter Units unterliegen den aktuell laufenden Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen, allen voran die Groß-Disko Perkins Park.



Der Hintergrund der Liquiditätsschieflage ist komplex. Den Stein ins Rollen brachten neue Immobilien-Besitzer von Zeilgalerie und Messeturm. In beiden Fällen wurden die Restaurant-Unternehmer Gerd Schüler, Michael Presinger und Pierre Nierhaus für ihre Betriebe sofort mit massiven Forderungen konfrontiert (Mietrückstände). Teure Schließungen. Es gilt jetzt insbesondere in Frankfurt Betriebe wie Living XXL, Bull & Bear, Cantina Mescal und NYC zu halten. "Wir tun alles, um die Arbeitsplätze zu retten", so Schüler. Er und Partner Presinger gehören seit einem Vierteljahrhundert zu den großen Namen der Rhein-Main-Metropole. Unternehmerisches Rückgrat über mehr als 2 Dekaden war die Großdiskothek Dorian Gray auf dem Gelände des Rhein-Main-Flughafens.



Das Problem sei auch, dass selbst in jenen Lokalen, die sich voll zeigen, die Umsätze zweistellig im Minus liegen. Durchschnittsbon: massiv gefallen. Dieses Phänomen kennt praktisch jeder der Branche - und zwar seit Monaten.



Der Juli wird entscheidend werden - ob und in welchem Umfang Sanierung bzw. Insolvenz.

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