Lizarrán

Viertes Tapas-Restaurant in Deutschland

Nach Karlsruhe, Mannheim und Saarlouis nennt nun auch Frankfurt am Main einen Standort des spanischen Franchiseunternehmens Lizarrán Tabernas Selectas sein eigen. In dem Anfang Mai auf der Berger Straße eröffneten, 140 qm großen und im typischen Stil nordspanischer Tavernen eingerichteten Betrieb werden Tapas und Spezialitäten der baskischen Küche serviert. Rund 50-80 verschiedene Varianten der kleinen – mal kalten, mal warmen, mal belegten, mal gefüllten – Happen säumen täglich die Vitrinen an der Bar, wo in Sachen Food Selbstbedienung dominiert. Im 100 Plätze zählenden Restaurantpart sowie auf der 50 Gäste fassenden Terrasse wird serviert.



Systemweit machen Tapas rund 60 % des Speisenumsatzes aus. Bestseller unter den schmackhaften kleinen Kunstwerken ist die baskische Txistorra-Wurst, in Frankfurt sind zudem „Thunfisch- und Kabeljaupaste schwer beliebt“, so Franchisenehmer Miguel Moreiras. Im Bereich 'Komplettgerichte' dagegen rangieren ’Bacalao al Pil Pil’ sowie ’Dorada a la Vasca’ in der Gäste-Gunst ganz oben. Getränkeseits sind Bier und Wein die Topseller. Dazu kommt baskischer Txakolí-Weißwein sowie Sidre. Ein Großteil der Ware und Weine wird direkt aus Spanien ins deutsche Zentrallager nach Karlsruhe geliefert. Tagesfrisches und Brote werden in Deutschland bezogen.



Die bisherige Resonanz sei zufrieden stellend. „Wir freuen uns darüber, dass alle Standorte ökonomisch erfolgreich sind“, sagt Gonzalo Carrasco García, Geschäftsführer von IberFood, dem Master-Franchisenehmer für Deutschland. Und die spanische Zentrale fügt hinzu: „Grund für die hohe Beliebtheit unseres Konzeptes ist, dass viele Deutsche die Tapas-Kultur schon aus dem Urlaub kennen – und sich freuen, diese Art spanischer Gastronomie nun vor der Haustür genießen zu können.“ Angepasst wurde nur wenig „weil das Konzept sehr gut auf den deutschen Markt – meint Bevölkerungsmix, Mentalität und Konsumverhalten – übertragbar ist“, so Carrasco García. „Einzig die Farbgebung der Betriebe ist hier – aufgrund des schlechteren Wetters – etwas heller. Und die Karte wurde aufgrund der hohen Nachfrage um Paella ergänzt.“



1988 gestartet, stand das seit 1996 als Franchisesystem firmierende Unternehmen Lizarrán Tabernas Selectas 2004 für insgesamt 121 Betriebe sowie 65 Mio. € Umsatz. Derzeit sind knapp 170 Outlets am Netz. In den kommenden vier Jahren will man jährlich 30 neue Standorte eröffnen. (Hinter-)Grund für die nunmehr forcierte internationale Expansion des Systems ist die Übernahme der Kette durch Nazca Capital im April dieses Jahres. „In fünf Jahren soll der Umsatzanteil im Ausland von aktuell 10 % auf 50 % ansteigen“, so Carlos Carbó, Geschäftsführer der Risikokapitalgesellschaft.



In Deutschland ist man seit 2002 präsent. Für 2005 stehen noch zwei weitere Stores auf dem Plan, für 2006 acht Eröffnungen – und dann pro Jahr weitere zehn. „Wir wachsen nach keinem bestimmten geographischen Muster, sondern schlicht nach Anfrage und Interesse“, so Carrasco García. Der Betrieb in Karlsruhe ist derzeit der einzige in Eigenregie betriebene Standort. Der Gesamtumsatz des Systems in ’Alemania’ lag 2004 bei 1,3 Mio. €, für 2005 wird mit 2,6 Mio. € gerechnet.

www.lizarran.de
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